Die Umsätze im Einzelhandel sind im Juli überraschend zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Erlöse jedoch gestiegen. Trotzdem sind Marktbeobachter enttäuscht.

Der deutsche Einzelhandel kommt nach wie vor nicht so recht aus den Startlöchern. Im Juli sind die Umsätze des Einzelhandels im Vergleich zum Vormonat preisbereinigt (real) um 0,3 Prozent gesunken, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Markterwartungen, die bei einem Anstieg um 0,5 Prozent lagen, wurden damit klar enttäuscht. Nominal fiel das Minus mit 0,1 Prozent etwas moderater aus.

Im Jahresvergleich konnten die Einzelhandelsumsätze hingegen zulegen. Real kletterten sie um 0,8 Prozent, wobei Experten mit 1,2 Prozent einen höheren Zuwachs erwartet hatten. Nominal lag das Plus bei 2,4 Prozent.

Umsatzminus in den ersten sieben Monaten

Nach Angaben der Statistiker setzte der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren im Juli real 0,4 Prozent weniger um als im Vorjahr. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real um 0,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Ebenso gingen im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln die Erlöse real um 0,8 Prozent zurück. 

Im Segment mit Nicht-Lebensmitteln stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 1,9 Prozent.

Von Januar bis Juli dieses Jahres setzte die Branche real 0,9 Prozent mehr um als vor einem Jahr. 

Die Ergebnisse basieren auf Daten aus sieben Bundesländern, in denen rund drei Viertel des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel gemacht werden.