Im deutschen Einzelhandel sind im April die Umsätze zurückgegangen. Eine Besonderheit des Kalenders herausgerechnet ergibt sich allerdings eine deutlich bessere Monatsbilanz.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es im April ein Minus von real (preisbereinigt) 3,1 Prozent, berichtet das Statistische Bundesamt am heutigen Dienstag. Zu aktuellen Preisen hatten die Händler demnach 1,8 Prozent weniger in der Kasse als vor einem Jahr.

Der Rückgang sei allerdings allein auf kalendarische Gründe zurückzuführen, betonen die Statistiker. Weil das Osterfest in diesem Jahr bereits auf das erste Aprilwochenende fiel, seien viele Einkäufe für die Feiertage schon im März erledigt worden.

Um diesen Effekt bereinigt seien die Umsätze von März auf April real um sogar 1 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten allerdings einen Anstieg um real 1,2 Prozent erwartet.

Umsatzminus in den ersten vier Monaten

Nach Angaben der Statistiker setzte der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren im April real 2,8 Prozent weniger um als im Vorjahr. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real um 2,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Ebenso gingen im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln die Erlöse real um vier Prozent zurück.

Im Segment mit Nicht-Lebensmitteln sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 3 Prozent. Im Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf hingegen stiegen die ERlöse real um 1,3 Prozent. Auch beim Absatz von kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten gab es einen Anstieg um real 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Von Januar bis April dieses Jahres setzte die Branche real 1,1 Prozent weniger um als vor einem Jahr.