Nach Jahren kräftigen Wachstums haben die deutschen Brauer in den ersten sieben Monaten des Jahres erstmalig weniger Biermischgetränke abgesetzt.

Erstmals sei der Absatz der Biermischgetränke rückläufig, sagte ein Sprecher des Deutschen Brauer-Bundes der „Wirtschaftswoche". Demnach ging der Absatz von Radler, Cola-Bier und neuartigen Mischgetränken mit Weizenbier um sieben Prozent auf 2,6 Millionen Hektoliter zurück.

Am stärksten sei der Absatz in Berlin und Brandenburg mit einem Minus von 15,8 Prozent sowie in Sachsen mit einem Minus von 14,3 Prozent gesunken. In Nordrhein-Westfalen, dem mit Abstand größten Markt, habe sich der Absatz mit minus 7,6 Prozent durchschnittlich entwickelt.

In zwei Regionen legten Biermixgetränke dagegen zu: in Hessen um 13,3 Prozent, in Niedersachsen einschließlich Bremen um 7,7 Prozent.

Boom soll nach Atempause weiter gehen

Der Brauer-Bund traut dem Biermixsegment trotz des Rückgangs weiteres Wachstum zu. Bis zu zehn Prozent Marktanteil unter den Bieren sei möglich.

2008 hatten Biermischgetränke bundesweit einen Marktanteil von vier Prozent. Im Einzelhandel liegt der Anteil der Mixgetränke schon bei 6,5 Prozent.

Nach Schätzungen von Branchenexperten ist der Bier-Konsum im ersten Halbjahr 2009 insgesamt um mehr als fünf Prozent zurückgegangen.