Seit dem 1. Oktober hat sich die Zahl der Umweltzonen in deutschen Städten verdoppelt. Der Einzelhandel sieht diese Entwicklung kritisch.

Die Zahl der Umweltzonen steigt von bisher zwölf auf nun 23. Betroffen sind  unter anderen neun Städte im Ruhrgebiet (Dortmund, Bochum, Duisburg, Essen, Bottrop, Recklinghausen, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr und Gelsenkirchen) sowie München und Frankfurt am Main.

Umweltzonen sollen dafür sorgen, dass Diesel-Pkw und Nutzfahrzeuge, die Mindeststandards bezüglich ihrer Feinstaubemissionen verfehlen, nicht mehr in die City einfahren dürfen.

Handelsverband kritisiert

Die Handelsbranche sieht diese Entwicklung kritisch. Bereits vor Monaten warnte der Hauptverband des Einzelhandels (HDE) vor der drastischen Umweltmaßnahmen.

„Mit Umweltzonen erreichen die Kommunen nur, dass die Verbraucher zum Einkaufen nicht mehr in die Städte, sondern auf die Grüne Wiese fahren,” hieß es vom Verband.

Schlechte Erfahrungen in Köln

In Köln, wo es seit Januar eine Umweltzone gibt, klagen die Händler über einen spürbaren Besucherrückgang in der Innenstadt. In einigen Parkhäusern seien laut Stichproben 400 Fahrzeuge weniger pro Tag registriert worden.

Die Innenstadthändler sehen sich vor allem gegenüber den Umlandgemeinden und deren Einkaufszentren benachteiligt.