Metro fürchtet, dass Finanzchef Thomas Unger abgeworben wird, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Der Konzern will nun seinen zweitwichtigsten Mann mit mehr Einfluss ausstatten.

Seit August 2002 ist Thomas Unger in Diensten von Metro. Sieben Jahre später ist der Finanzchef dem Konzern lieb und teuer wie nie zu vor. Der 48-Jährige wird nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" bei Metro mehr Einfluss und vorrausichtlich verbessere Bezüge bekommen.

Bisher soll Unger 2,7 Millionen Euro pro Jahr verdienen, schätzt das Blatt. Angeblich würden andere Unternehmen um den angesehen Finanzchef buhlen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Diese Abwerbeversuche versuche der Konzern mit verbesserten Konditionen für die Nummer zwei des Unternehmens zu kontern.

Schlechte Zahlen bei Haniel

Die Zeitung beruft sich auf Informationen aus Metro-Kreisen, wonach Unger noch im Juli vom Aufsichtsrat die Verantwortung für die Konzernrevision sowie die Töchter Kaufhof und Media-Saturn übertragen bekommt.

Derzeit werden diese drei Bereiche von Metro-Chef Eckard Cordes geführt. Er leidet allerdings an seiner Doppelbelastung mit der Führung von Metro und dem Duisburger Mischkonzern Haniel. Dieser hatte im Frühjahr einen Ergebniseinbruch für das vergangene Geschäftsjahr gemeldet.