Rotierende Schaufensterpuppen und LED-Laufschriften: So präsentiert sich der neue Berliner Flagshipstore der japanischen Modekette Uniqlo.

In Asien ist Fast Retailing mit seiner Kernmarke Uniqlo bereits der größte Textilanbieter. Nun will der japanische Modehändler angesichts eines schwächelnden Geschäfts in der Heimat die Expansion nach Europa vorantreiben - und drängt auch auf den deutschen Markt.

Am Freitag eröffnete der Konzern für Uniqlo einen ersten Flagship-Store in Berlin, gelegen zwischen Tauentzienstraβe und Nürnberger Straβe. Die Ladenfläche umfasst 2.700 Quadratmeter, verteilt auf drei Ebenen. Für das Ladendesign mit Edelstahl und futuristischem Raum, LED-Laufschriften und rotierenden Schaufensterpupppen sorgte die japanische Innenarchitekturfirma Wonderwall.

Weitere Läden des 1984 gegründeten japanischen Unternehmens dürften folgen, erwarten Marktkenner. Damit bekommen starke Anbieter wie die spanische Modekette Zara oder die schwedische Kette H&M Konkurrenz. Firmengründer und Milliardär Tadashi Yanai hat ehrgeizige Ziele: Er will den größten Textilhändler der Welt aufbauen.

Günstig, aber hochwertig

Im laufenden Geschäftsjahr (Ende August) peilt die Uniqlo-Mutter Fast Retailing, zu der auch Marken wie "Comptoir des Cotonniers" oder "Princess tam tam" gehören, weltweit über 1,4 Billionen Yen (9,9 Milliarden Euro) Umsatz an, wovon gut 80 Prozent von Uniqlo stammen sollen. In der Heimat machen dem Unternehmen eine schwächelnde Nachfrage sowie steigende Löhne zu schaffen.

Uniqlo steht für "unique clothing" - einzigartige Kleidung. Das Unternehmen setzt auf zeitlose Textilien, die günstig ist, verarbeitet dabei aber auch hochwertige Materialien wie Cashmere oder Seide. Derzeit ist Uniqlo mit mehr als 1.300 Filialen in 15 Ländern weltweit vertreten. In Europa sind das neben Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Russland.

dpa/DH

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