Vor der Verknüpfung von Software-Produkten anderer Hersteller mit der betriebswirtschaftlichen EDV-Plattform der SAP schrecken viele Unternehmen zurück und entscheiden sich deshalb auch bei E-Business-Lösungen für die Walldorfer Software-Firma.

SAP ist bei Internet-Software wieder im Aufwind. Der Grund: Die Skepsis der deutschen Wirtschaft in Bezug auf die E-Business-Kompetenz des Walldorfer Software-Hauses ist Vergangenheit. 78% der Entscheider für Informationstechnologie (IT) und Logistik planen, zukünftig E-Business-Lösungen der SAP einzusetzen. Nur 16% sprechen sich dagegen aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Mummert + Partner Unternehmensberatung unter 300 Verantwortlichen für IT und Logistik in der deutschen Wirtschaft.

Weit abgeschlagen in der Gunst der IT-Experten liegen die US-Konzerne Oracle und IBM. 58 beziehungsweise 71% der Befragten wollen deren E-Business-Lösungen nicht einsetzen. Auch die amerikanischen B2B-Spezialisten liegen laut Umfrage nicht hoch im Kurs: Lediglich 5% der IT-Entscheider vertrauen auf Anwendungen von Commerce One, jeweils 4% auf Ariba und i2. Deren größtes Problem ist ihre Unbekanntheit: Rund 40% der Befragten gaben an, Commerce One und Ariba nicht zu kennen. Der Softwarehersteller i2 ist sogar für zwei Drittel der Befragten ein unbeschriebenes Blatt.

Noch vor einem Jahr sah die E-Business-Zukunft der SAP düster aus: Nur 28% der SAP-Anwender in der deutschen Industrie gaben damals an, sich für E-Business-Anwendungen des EDV-Riesen entschieden zu haben, so das Ergebnis einer Mummert + Partner-Umfrage. Gerade im B2B-Bereich wurde den Walldorfern nicht viel zugetraut.

Die Gründe für das wiedergewonnene Vertrauen sind vielfältig: Zum einen konzentrieren sich die Unternehmen nach dem überstandenen Jahr-2000-Wechsel wieder auf Investitionen in das E-Business. Die elektronische Beschaffung (E-Procurement), Customer Relationship Management (CRM) und das Management der Wertschöpfungskette (Supply Chain Management) stehen auf der Prioritätenliste deutscher Unternehmen ganz oben. "Gerade in diesen Bereichen hat SAP bei der Funktionalität ihrer Software große Fortschritte gemacht", erklärt IT-Experte Otto Friederich von Mummert + Partner. Die verbesserte Handhabbarkeit des E-Business-Produkts "mySAP.com" habe die Unternehmen überzeugt. "Zudem wollen sie keinen Software-Zoo", so Friederich weiter. Vor der Verknüpfung von Software-Produkten anderer Hersteller mit der betriebswirtschaftlichen EDV-Plattform der SAP schreckten viele Unternehmen zurück. (ST)


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