Der durchschnittliche Verfügungsgrad bei den ERP-Anwendungen im Mittelstand beträgt 95,8 Prozent. Das entspricht einer jährlichen Ausfallzeit von mindestens 120 Stunden, in denen die Benutzer die betriebswirtschaftlichen Funktionen nicht nutzen können.

Der durchschnittliche Verfügungsgrad bei den ERP-Anwendungen im Mittelstand beträgt 95,8 Prozent. Das entspricht einer jährlichen Ausfallzeit von mindestens 120 Stunden, in denen die Benutzer die betriebswirtschaftlichen Funktionen nicht nutzen können. Jedoch sind häufig nicht die ERP-Lösungen selbst, sondern vor allem unzureichende personelle Ressourcen und Störungen der Verarbeitungssysteme dafür verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Karlsruher IT-Providers ORGA GmbH unter über 400 mittelständischen ERP-Anwendern aller Branchen.

Der Erhebung zufolge weist nicht einmal jedes fünfte Unternehmen auf der Benutzerseite eine Verfügbarkeit der betriebswirtschaftlichen Softwaresysteme von 98 und mehr Prozent auf. In 38 Prozent der Fälle liegt die jährliche Ausfallquote sogar bei mindestens einem Zwanzigstel der Betriebszeit.

Im Ranking der Ursachen nehmen Ressourcenprobleme für die Pflege und Wartung der ERP-Anwendungen mit 59 Prozent die vorderste Position ein, gefolgt von Leistungsschwächen in den Verarbeitungssystemen (54 Prozent) und Auswirkungen durch die technische Realisierung anderer IT-Projekte. Erst an vierter Stelle platzieren die IT-Manager Instabilitäten der ERP-Systeme (41 Prozent), dahinter rangieren mit 37 Prozent fachliche Schwächen. Sicherheitsprobleme (8 Prozent) und Leistungsausfälle seitens externer Dienstleister (6 Prozent) spielen offenbar nur eine geringe Rolle bei den Ursachen. (KC)