Die Deutschen vertrauen in die Wirtschaft wie lange nicht mehr. Das zahlt sich auch für den Einzelhandel aus, denn die Anschaffungsneigung der Konsumenten nimmt zu, hat die GfK ermittelt.

Die Wirtschaft in den Staaten der Europäischen Union beginnt wieder zu wachsen. Und die Verbraucher schöpfen Hoffnung, dass die Wirtschaftskrise in diesem Jahr endgültig überwunden werden kann. Der Konsumklima-Index für die EU spiegelt diese Entwicklung und gewinnt im ersten Quartal 2014 insgesamt 0,8 Punkte. Aktuell steht er bei 8,4 Punkten. Das sind Ergebnisse des "GfK Konsumklima Europa" in 14 europäischen Staaten.

In Deutschland stehen alle drei Indikatoren bereits auf einem sehr hohen Niveau. Dennoch konnten sie seit Dezember 2013 noch einmal deutlich zulegen. Im März lag die Konjunkturerwartung bei 33,2 Punkten. Das ist laut GfK ein Plus gegenüber Dezember 2013 von knapp 10 Punkten. Betrachtet man die Entwicklung des Indikators im Verlauf der zurückliegenden zwölf Monate, stellen die Nürnberger Konsumforscher man sogar einen Anstieg von fast 33 Punkten fest. Im Januar dieses Jahres erreichte der Indikator mit 35,5 Punkten den höchsten Wert seit Juli 2011 (44,6 Punkte).

Mehr Geld zum Ausgeben

Der Indikator für die Einkommenserwartung verzeichnet aktuell 45,6 Punkte. Das ist ein Plus von rund 6 Punkten seit Ende 2013. Vor einem Jahr lag der Indikator noch bei 29,4 Punkten. Seinen zwischenzeitlichen Höchstwert erreichte der Indikator mit 48,6 Punkten im Februar 2014. Höher stand er zuletzt im Januar 2001 (49,4 Punkte).

Auch bei der Anschaffungsneigung zeigt sich ein ähnliches Bild. Der entsprechende Indikator lag im März mit 55,5 Punkten in Deutschland auf einem sehr hohen Niveau. Seit Dezember bedeutet das einen Anstieg um 9,4 Punkte. Einen höheren Wert gab es mit 59,9 Punkten zuletzt vor der Mehrwertsteuererhöhung im Dezember 2006.