Eine Befragung zeigt, dass viele Konsumenten wenig Vertrauen in die Nachhaltigkeit des Lebensmittelhandels haben. Die Discounter schneiden besonders schlecht ab.

Die Online-Umfrage wurde unter rund 800 Nutzern der Internet-Plattform utopia.de durchgeführt, die Aufklärungsarbeit für Verbraucher betreibt. Demnach haben die Konsumenten nur wenig Vertrauen in den Lebensmittelhandel bei dessen den verantwortungsvollen Umgang mit Mitarbeitern, Umwelt und Sortimentspolitik.

Über ein Drittel der Befragten (35,4 Prozent), vertraut keinem der Unternehmen des Lebensmittelhandels. Obwohl nur in in vier Bundesländern präsent, liegt Tegut (19,6 Prozent) als nachhaltiges und glaubwürdiges Unternehmen in der Verbrauchergunst vorn. Es folgen Edeka (15,4 Prozent) und Rewe (13,8 Prozent).

Discounter ganz hinten

Keiner der Discounter kann ein nennenswertes Verbrauchervertrauen für sich verbuchen. In der ungestützten Abfrage führen lokale Anbieter wie Bioläden mit 19,3 Prozent und Hofläden/Märkte mit 14,2 Prozent aller Nennungen das Feld an.

Nach ihren Erwartungen an einen nachhaltigen Lebensmittelhandel gefragt, fordern die Verbraucher etwa den Ausbau des Bio- und Fairtrade-Sortiments, die Reduzierung von Verpackungsmüll, regionale und saisonale Waren sowie die faire Behandlung von Mitarbeitern.