Naturkosmetik wird immer beliebter. Selbst die hohen Preise spielen für die Konsumenten kaum eine Rolle.

Fast jeder fünfte Haushalt greift zu diesen Produkten, haben die Marktforscher von Nielsen in einer Studie festgestellt. Von den befragten Nicht-Käufern spielt bereits jeder dritte mit dem Gedanken, in Zukunft Naturkosmetik zu kaufen. Hautfreundlichkeit und Umweltverträglichkeit sind dabei Hauptmotive für die Kaufentscheidung. Diese Ergebnisse basieren auf einer Online-Befragung, bei der Nielsen Daten von 9.000 Haushalten gesammelt hat.

Drogeriemärkte genießen guten Ruf

In den vergangenen zwölf Monaten setzten Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte 92 Millionen Euro mit Naturkosmetik-Körperpflegemitteln um und erzielten damit Umsatzsteigerungen von 26 Prozent. Drogeriemärkte genießen in dieser Warengruppe eine hohe Kompetenz: Fast zwei Drittel der Befragten kaufen nach eigenen Angaben Naturkosmetik in dieser Vertriebsschiene. Apotheken und Reformhäuser rangieren mit weitem Abstand auf Platz zwei und drei der Beliebtheitsskala. Potenzielle Naturkosmetik-Käufer würden die Produkte am ehesten in Drogeriemärkten oder in Supermärkten und bei Discountern suchen.

Besonders gefragt sind Naturkosmetik-Produkte für Gesichts- und Hautpflege: Diese Segmente erzielen zusammen einen Umsatzanteil von mehr als zwei Dritteln am Gesamtmarkt Naturkosmetik und entwickeln sich weiter dynamisch.

Es wird nicht aufs Geld geschaut

Die Käufer von Naturkosmetik geben in Deutschland fast doppelt so viel für Körperpflegeprodukte aus wie Kunden konventioneller Produkte. Insbesondere Haushalte mit überdurchschnittlichem Einkommen und mit (kleinen) Kindern greifen zu Naturkosmetik.

Fast die Hälfte der Naturkosmetik-Verwender kauft - auch aufgrund der hohen Verfügbarkeit in Drogeriemärkten - dabei ausschließlich Eigenmarken. Noch nicht so stark durchgesetzt haben sich dagegen in diesem Feld die Markenartikel der Industrie.