Die Lebenshaltungskosten sind im vergangenen Monat in Deutschland kaum gestiegen. Obst und Zucker wurden billiger, Fisch und Speiseöl teurer.

Der Verbraucherpreisindex in Deutschland ist im Februar 2010 gegenüber Februar 2009 um 0,6 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am heutigen Mittwoch mit. 

Der Preiskampf der Discounter ließ demnach die Preise für Lebensmittel weiter purzeln. Insgesamt kosteten sie 1,1 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Vor allem Gemüse (minus 4 Prozent) und Molkereiprodukte (minus 3,3 Prozent) wurden billiger.

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im Februar gegenüber dem Vormonat hingegen nur leicht an (plus 0,3 Prozent). Dem Preisanstieg bei Gemüse standen Preisrückgänge vor allem bei Speisefetten und -ölen (minus 4,4 Prozent) sowie bei Obst (minus 3,8 Prozent) gegenüber.

Pauschalreisen werden teurer

Preissteigerungen gab es vor allem bei Fisch und Fischwaren (plus 4,4 Prozent) sowie bei Speisefetten und -ölen (plus 3,5 Prozent). Einen starken Preisrückgang gab es bei Zucker (minus 12,2 Prozent).

Bei den saisonabhängigen Dienstleistungen gab es im Februar 2010 im Vergleich zum Vormonat vor allem Preiserhöhungen bei Pauschalreisen (plus 10,1 Prozent). Bei den saisonabhängigen Waren erhöhten sich die Preise für Bekleidung und Schuhe (plus 2,4 Prozent).

Die Preise für langlebige Gebrauchsgüter blieben im Februar 2010 mit einem Minus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr günstig. Besonders verbraucherfreundlich entwickelten sich die Preise für einige Erzeugnisse der Unterhaltungselektronik: Zum Beispiel sanken die Preise von Fernsehgeräten statistisch gesehen um 22,7 Prozent, Personalcomputern um 14,5 Prozent und die digitalen Kameras wurden 9,2 Prozent billiger.