Der solide Arbeitsmarkt lässt die Verbraucher hier zu Lande vergleichsweise vertrauensvoll in die Zukunft blicken, hat eine neue Nielsen-Umfrage ergeben.

Das Verbrauchervertrauen in Deutschland war im dritten Quartal 2011 abermals leicht rückläufig und sank von 88 auf 87 Punkte, so das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Nielsen. Im Langzeittrend befindet es sich aber weiterhin auf hohem Niveau.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit im oberen Drittel - und der gesamte deutschsprachige Raum trotz des aktuellen deutlichen Rückganges in der Schweiz deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Weltweit ist das Vertrauen ebenfalls um einen Punkt gesunken.

Verantwortungsbewusste Deutsche

Im Vergleich zu den Verbrauchern im restlichen Europa sind die Deutschen jedoch sehr verantwortungsbewusst und verwenden ihr verfügbares Geld um Schulden abzuzahlen oder für die Altersvorsorge. Erst an zweiter Stelle stehen die Ausgaben für Freizeitaktivitäten und Konsumgüter wie etwa Kleidung, zeigt die aktuelle Nielsen-Studie.

Wenn die Befragten sparen, dann beim Lebensmittelkauf. Das Kürzen der Ausgaben bei Außerhaus-Mahlzeiten gehört ebenfalls zu den beliebten Sparmaßnahmen, so die Studie.

Steigende Wohnnebenkosten bereiten Sorge

Anlass zu Bedenken geben den Teilnehmern der Umfrage aus Deutschland die steigenden Wohnnebenkosten. Die Sorge um die wirtschaftliche Lage nimmt wieder zu und liegt nun an zweiter Stelle - im Quartal 2/2011 lag diese nur an fünfter Stelle.

Auch die steigenden Lebensmittel- und Spritpreise bereiten den Deutschen Kummer. Am wenigstens beunruhigen die Befragten hingegen Themen wie Erderwärmung,  Einwanderer-Zahlen und Kriminalität - nur zwei Prozent gaben dies als ihre größte Sorge an.

Weltweit nahmen 28.000 Internetnutzer aus 56 verschiedenen Ländern an dieser Umfrage teil - darunter 500 aus Deutschland. Die Bevölkerung in Indien hat demnach weltweit betrachtet das größte Vertrauen. Besonders besorgt sind in Europa hingegen die Portugiesen, während das größte Vertrauen die Menschen in Norwegen haben.

Sabine Brunnert