Die Geschäfte der deutschen Verbundgruppen entwickeln sich prächtig - Umsätze, Investitionen und Beschäftigung steigen rasant. Allerdings bereitet den Kooperationen der Fachkräftemangel zunehmend Sorgen.

Die Bundesregierung hebt ihre Wachstumsprognose auf 3,4 Prozent an und das Statistische Bundesamt verzeichnet ein historisches Plus von 2,2 Prozent für das Bruttoinlandsprodukt vom ersten zum zweiten Quartal 2010.

Kaum verwunderlich, dass auch der kooperierenden Mittelstand in diesem Umfeld auf hervorragende Geschäftszahlen blicken kann: 82 Prozent der Verbundgruppen melden wachsende Umsätze im dritten Quartal 2010, womit das Geschäft in den Kooperationen auch im Vergleich zum guten Vorquartal noch einmal deutlich anzog.

Wachstumsschub wirkt sich auf Beschäftigung aus

Ebenso zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage vom Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen (ZGV) und dem Wirtschaftsmagazin Der Handel, dass sich die verbesserte Geschäftslage auch für die Beschäftigten positiv auswirkt. 30 Prozent der Verbundgruppen stellen neue Mitarbeiter ein, nur drei Prozent verzeichnen abnehmende Beschäftigtenzahlen.

Zu den Mitgliedern des ZGV gehören rund 320 Einkaufs-, Marketing- und Dienstleistungskooperationen wie Intersport, Edeka, Rewe, Euronics oder Vedes. Die Konjunkturumfrage des Verbandes wird quartalsweise unter den ZGV-Mitgliedern durchgeführt.  Beteiligt haben sich an der Umfrage diesmal 62 Kooperationszentralen mittelständischer Unternehmen aus insgesamt 16 Branchen.

Der Fachkräftemangel droht nach den Ergebnissen der Umfrage zum Wachstumshindernis für den kooperierenden Mittelstand zu werden. 31 Prozent der Verbundgruppen beklagen bereits heute massive Schwierigkeiten, offene Stellen durch qualifizierte Mitarbeiter zu besetzen, nur fünf Prozent der Befragten sehen hier keine Probleme.