Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten von Real erneut zum Streik aufgerufen. Das SB-Warenhaus will einen Haustarif mit geringerer Bezahlung durchsetzen.

Im Kampf gegen die Sparpläne bei den SB-Warenhäusern Real hat die Gewerkschaft Verdi in Nordrhein-Westfalen erneut zu Warnstreiks aufgerufen. An diesem Freitag und Samstag sollen Beschäftigte in rund 30 Märkten in dem Bundesland die Arbeit niederlegen.

In Düsseldorf (10.00 Uhr) und Dortmund (11.00 Uhr) sind am Freitag, dem 11. Dezember, Demonstrationen geplant. Auch in Hessen werde es an diesem Tag Arbeitsniederlegungen geben, teilte die Gewerkschaft mit. In den kommenden Tagen werde man dann auch wieder bundesweit Aktionen starten.

Geringere Bezahlung für Angestellte, Anhebung der Dividende

Bei den vergangenen - allerdings bundesweiten - Warnstreiks im September waren 4000 Menschen dem Aufruf zu einer Demonstration vor dem Real-Mutterkonzern Metro in Düsseldorf gefolgt. Real beschäftigt rund 38.000 Menschen.

Real ist aus dem Tarifvertrag für den Einzelhandel ausgestiegen und will einen Haustarif mit geringerer Bezahlung verhandeln. Die Gewerkschaft lehnt das ab. Während die Beschäftigten auf Geld verzichten sollten, habe der Vorstand die Dividende für die Metro-Aktionäre um 11 Prozent angehoben, kritisierte die Bereichsleiterin Handel bei Verdi NRW, Silke Zimmer. 

Der Konzern begründete die Anhebung der Dividende mit den ersten deutlich sichtbaren Zeichen des eingeleiteten Umbaus unter anderem bei der Elektronikkette MediaMarkt/Saturn und Real, sowie der stark gesunkenen Nettoverschuldung. Diese verringerte sich auch durch den Verkauf von Kaufhof an Hudson's Bay.