Die Lage ist festgefahren, Edeka kommt mit dem gewünschten Kauf der Kaiser's-Märkte nicht voran, der verlustreichen Supermarktkette droht die Zerschlagung. Die Gewerkschaft hat nun eine Idee - zu der auch der große Edeka-Konkurrenz Rewe gehört.

Verdi versucht die drohende Zerschlagung der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann mit einem Krisenreffen der Branche abzuwenden. Die Gewerkschaft versuche, die Vertreter Tengelmanns, von Edeka sowie des Konkurrenten Rewe zusammenzubringen, wurde am Mittwoch in Branchenkreisen bestätigt.

Ort und Zeit seien noch offen. Es gehe darum, Bewegung in den festgefahrenen Gespräche zu bringen und eine Lösung jenseits der drohenden Zerschlagung und anstehender Urteile auszuloten. Verdi wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem geplanten Treffen äußern.

Die Hälfte der Jobs sollen bedroht sein

Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub hatte wegen der seit Monaten schleppenden Fusion von Kaiser's Tengelmann mit Edeka mit dem Aus für den Lebensmittelkonzern gedroht. Unmittelbar sind derzeit nach Angaben aus informierten Kreisen rund 8.000 Jobs bedroht, also etwa die Hälfte der Arbeitsplätze bei der Kette.

Die Fusion hängt von den Gerichten ab. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte ein Veto des Kartellamts gegen die Fusion per Ministererlaubnis ausgehebelt. Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf hatte diese Ministererlaubnis dann gestoppt. Edeka und Gabriel sind anschließend vor den Bundesgerichtshof gezogen.