Neben der Sanierung von Karstadt stehen auch noch die Tarifverhandlungen an. Die Gewerkschaft nennt die Forderungen der Arbeitgeberseite inakzeptabel.

Die Tarifverhandlungen für die rund 17.000 Karstadt-Beschäftigten gehen an diesem Dienstag in die vierte Runde. Nachdem bei den bisherigen Treffen die Analyse der Situation des angeschlagenen Warenhauskonzerns im Mittelpunkt stand, sollen nun die konkreten Verhandlungen beginnen. Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes rechnet mit harten Auseinandersetzungen. "Die Arbeitgeberseite hat Maximalforderungen auf den Tisch gelegt, die nicht akzeptabel sind", sagte er.

Nach Betriebsratsangaben fordert das Unternehmen als Beitrag der Belegschaft zur Karstadt-Sanierung eine Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld und längere Arbeitszeiten. Ziel der Gewerkschaft ist es nach eigenen Angaben, so viele Arbeitsplätze und Standorte wie möglich zu erhalten. Außerdem fordert Verdi eine Rückkehr des Unternehmens in die Tarifbindung.

Den Sanierungsplan des Unternehmens nannte der Betriebsrat bereits "Paket der Grausamkeiten".