Die Gewerkschaft Verdi rief Handelsmitarbeiter in acht Bundesländern zu Warnstreiks und Aktionen auf.

10.000 Handelsbeschäftigte sollten sich jeweils an Aktionen beteiligen. Dort, wo es keine Streiks gibt, finden Demonstrationen und Informationsveranstaltungen statt, erklärte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft.

Ein Schwerpunkt der Warnstreiks ist Nordrhein-Westfalen. Mit Aktionen in Dortmund, Bochum, Herne, Köln, Recklinghausen und Rheda-Wiedenbrück wollen die Beschäftigten ihren "Unmut über das Angebot der Arbeitgeber" deutlich machen, teilte Verdi mit.

Für die 440.000 Beschäftigten der Branche fordert die Gewerkschaft 6,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 135 Euro. Das von den Arbeitgebern in der zweiten Verhandlungsrunde vorgelegte Angebot sieht eine Anhebung der Gehälter von 1,5 Prozent in einer ersten Stufe und um weitere 0,5 Prozent in einer zweiten Stufe vor. "Die Tarifkommissionen legen großen Wert auf einen stärkeren Anstieg der unteren Entgeltgruppen als soziale Komponente", so Verdi.

Zügige Verhandlungen erwünscht

"Die Handelsbeschäftigten wollen spürbar mehr Geld und sie wollen die Verhandlungen zügig zu einem ordentlichen Abschluss führen. Das machen wir den Arbeitgebern nach den ersten Verhandlungen nochmal ganz deutlich", sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane.

Warnstreiks von Beschäftigten im Einzelhandel gab es bereits Anfang Mai in Baden-Württemberg und Bayern.