Der Investor Nicolas Berggruen will Karstadt aufspalten. Die Gewerkschaft Verdi will sicher gehen, dass dabei die Mitbestimmung beim Kaufhausbetreiber gewahrt bleibt.

Im Kampf um die Rettung der insolventen Warenhauskette Karstadt soll Ende kommender Woche die Tarifkommission der Gewerkschaft Verdi zusammenkommen. Es gehe vor allem darum, die konzernweite Mitbestimmung zu sichern, sagte ein Verdi-Sprecher.

Der Karstadt-Investor Berggruen hatte angekündigt, die Warenhauskette mit bundesweit 120 Häusern in die drei Segmente Sporthäuser, Premiumhäuser und übrige Warenhäuser aufzuteilen.

Die Mitbestimmungsfrage sei jedoch nicht strittig. "Es gibt feste Zusagen von Berggruen dazu", sagte der Sprecher. Eine Diskussion über mögliche weitere Einschnitte bei den 25.000 Beschäftigten werde es nicht geben.

Die geplanten Änderungen in dem sogenannten Sanierungstarifvertrag seien eine Bedingung für das Inkrafttreten des von Berggruen Anfang Juni unterzeichneten Kaufvertrags für Karstadt.

Kartellamt macht den Weg für Übernahme frei

Mit dem grünen Licht des Bundeskartellamts für die Übernahme der Warenhauskette war in dieser Woche eine weitere Hürde aus dem Weg geschafft worden.

Die wichtigste offene Frage ist nun die noch ausstehende Einigung über die Höhe der Filialmieten zwischen Berggruen und dem Karstadt-Vermieter Highstreet. Das Essener Amtsgericht will am 16. Juli über den Insolvenzplan entscheiden.

Eine Chronik der Karstadt-Krise finden Sie hier.