Im Krisenjahr 2009 hatten die Arbeitnehmer in Deutschland weniger Geld in der Tasche - das zeigen neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Die Reallöhne der Vollzeitbeschäftigten sanken nach einer am Donnerstag vorgestellten Auswertung des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr im Schnitt um 0,4 Prozent.

Die höheren Tarifgehälter konnten sinkende Sonderzahlungen und Kurzarbeit beim Brutto zwar noch ausgleichen, den Anstieg der Verbraucherpreise um 0,4 Prozent mussten die Menschen aber aus eigener Tasche bezahlen. 2008 waren die Reallöhne noch um 0,4 Prozent gestiegen.

Trotz des wirtschaftlichen Abschwungs war die Konsumneigung 2009 stabil. Es wurden sogar mehr Kredite nachgefragt, meldet die Kreditauskunft Schufa.

Die Gefahr einer Jobkrise in Deutschland ist nach Einschätzung von Arbeitsmarktexperten vorerst gebannt. Mit einer dramatischen Zunahme, die noch vor einigen Monaten befürchtet worden war, sei nicht zu rechnen, betonten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Für den März rechnen die Volkswirte mit einer leichten Frühjahrsbelebung.