Die Baumarktbranche wächst und ist mit dem ersten Halbjahr 2011 zufrieden. Doch der Umsatz wäre bei besserem Wetter deutlich stärker angestiegen - der Branchenverband muss frühere Angaben korrigieren.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 stieg der Umsatz der Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland um 2 Prozent auf 9,49 Milliarden Euro, meldet der Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte (BHB).

Damit korrigierte der Verband eine frühere Meldung, die auf einer Mitgliederbefragung basiert, wonach der Branchenumsatz Umsatz im ersten Halbjahr 2011 auf bereinigter Fläche um mehr als drei Prozent gewachsen sei. Tatsächlich erhöhte sich der Umsatz auf vergleichbarer Fläche lediglich um 1,4 Prozent.

Vor allem im ersten Quartal erfuhr die Branche einen starken Umsatzanstieg von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das zweite Quartal von April bis Juni 2011 ermittelt der aktuelle BHB/GfK-Report immerhin noch ein Plus von 1,1 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2010.

Wetter verhagelt Umsatz im Juni

Mit den Ergebnissen zeigt sich die Baumarktbranche zufrieden, da die Marke von 9,49 Milliarden Euro Bruttoumsatz einen neuen Höchstwert für ein Geschäftshalbjahr bedeutet.

Gleichwohl hat der verregnete Sommer "der positiven Gesamtentwicklung einen vorläufigen Dämpfer versetzt", so der BHB. Der aktuelle BHB/GfK-Report zeigt, dass nahezu alle Sortimente im Juni von starken Einbußen betroffen waren - an erster Stelle erwartungsgemäß die besonders wetterabhängige Gartenware.

Der Branchenverband erwartet ein positives Jahresergebnis und bekräftigte seine zu Jahresbeginn erstellte Prognose von 3 Prozent.