In Essen beginnt heute die erste Gläubigerversammlung des insolventen Arcandor-Konzerns. Bei der Karstadt-Sanierung weckt der Insolvenzverwalter mit schwarzen Zahlen Hoffnungen.

Die erste Gläubigerversammlung des insolventen Handels- und Touristikkonzerns  Arcandor AG beginnt am heutigen Montag um 14 Uhr in der Essener Gruga-Halle. Auf dem Programm von Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg steht am ersten Tag der Bericht über die aktuelle Situation der Holdinggesellschaft Arcandor.

Am Dienstag und Mittwoch finden die Gläubigerversammlungen der beiden wichtigsten Arcandor-Tochtergesellschaften Karstadt und Quelle statt. Eingeladen wurden rund 75.000 Gläubiger.

Schwarze Zahlen bei Karstadt

Am Dienstag will Görg der Gläubigerversammlung  zum operativen Geschäft von Karstadt schwarze Zahlen präsentieren, berichtet das "Handelsblatt".

Vor allem der Oktober sei sehr gut gelaufen, bestätigte Görgs Sprecher der Zeitung. Für den Insolvenzverwalter steigen somit die Chancen, nach erfolgreicher Sanierung einen Käufer zu finden. In der Branche heißt es zudem, Karstadt habe mit seinen Lieferanten bereits Verträge für das Sommergeschäft 2010 abgeschlossen.

Wichtiger Beitrag zur Sanierung sind die am vergangenen Wochenende ausgehandelten Zugeständnisse der Karstadt-Beschäftigten über 150 Millionen Euro. Das mit der Gewerkschaft Verdi unterzeichnete Eckpunktepapier lässt den Zukunftspakt aus dem Jahr 2008 wieder aufleben, der mit dem Insolvenzantrag ausgesetzt worden war. Verdi will heute entscheiden, ob daraus ein Sanierungstarifvertrag wird.