Die Insolvenz des Drogeriediscounters Schlecker könnte für einen Millionenschaden bei den Kreditversicherern sorgen. Ein Rückversicherer prüft schon mal das Risiko.

Der drittgrößte Rückversicherer der Welt, Hannover Rück, müsse im Fall der Schlecker-Pleite möglicherweise mit mehr als zehn Millionen Euro für entstandene Einbußen einstehen, sagte Vorstand Jürgen Gräber in Hannover.

"Der Schaden kann am Ende auch darunter liegen. Wir haben das bereits abgeschätzt, aber es ist alles sehr vage", stellte Gräber klar. "Zu diesem Zeitpunkt sammeln wir noch die Unterlagen". Für eine Bewertung sei es noch zu früh.

Kaum Bankkredite bei Schlecker

Schlecker hatte in der vorletzten Woche seine Zahlungsunfähigkeit erklärt. Das Unternehmen arbeitet kaum mit klassischen Bank-, sondern hauptsächlich mit Lieferantenkrediten.

Auch solche Darlehen können gegen mögliche Zahlungsausfälle versichert werden. Rückversicherer übernehmen dann wiederum einen Teil des Risikos, das der Kreditversicherer hat. Das Unternehmen hat bereits letzte Woche eine Einigung mit dem wichtigsten Gläubiger erreicht.