Rund die Hälfte der Web-Community signalisiert prinzipielle Bereitschaft zum Online-Abschluss einer Versicherung. Trotzdem nutzen die Versicherer das Internet als neues Standbein im Vertrieb nur selten.

Alle großen Versicherungs-Unternehmen haben bereits umfangreiche Internet-Auftritte realisiert. Die Informationsbereitstellung steht dabei stets im Vordergrund. Obgleich ein theoretisches Potenzial vorhanden ist, wird das Medium Internet als neues Standbein im Vertrieb noch selten genutzt. Verwunderlich finden das die Marktforscher von marketagent.com - denn 48% der Web-Community sind laut einer aktuellen Erhebung potentielle Online-Kunden.

Eine für das Web-aktive Deutschland und Österreich durchgeführte repräsentative Online-Umfrage von marketagent.com ergibt, dass 62,2% der 3.437 befragten Teilnehmer bereits Websites von Versicherungen besucht haben. Jedoch lediglich zwei von hundert Probanden haben online Versicherungen abgeschlossen.

Hakt man bei den Gründen für den letzten Besuch nach, so stehen mit 46% die Informationsbeschaffung vor dem Vergleich von Angeboten (27,1%) und der Einholung eines konkreten Angebots (9,2%) auf den ersten Plätzen. Der tatsächliche Vertrags-Abschluss im Web bildet mit 2,1% das Schlusslicht. Dies ist nach Angaben der Marktforscher vor allem deshalb verwunderlich, da rund die Hälfte der Web-erprobten Deutschen und Österreicher prinzipielle Bereitschaft zum Online-Abschluss signalisieren. Allerding kommt dies für immerhin jeden fünften Umfrageteilnehmer aber auf keinen Fall in Frage.

Betreffend der Gründe für einen Online-Abschluss wirken eine eventuelle Kostenersparnis (49,2%), die Zeitersparnis (36,8%), die Bequemlichkeit (34,0%) und die objektivere Vergleichbarkeit der Angebote (32,6%) als stärkste Impulsgeber. Als größtes Hindernis für das Online-Geschäft ist wohl die mangelnde persönliche Beratung zu nennen, resumiert Thomas Schwabl, Geschäftsführer von marketagent.com. Immerhin rund die Hälfte der Probanden bewerten das persönliche Beratungsgespräch zumindest mit "wichtig", während 38% dies vom Versicherungsprodukt abhängig machen. Lediglich 2,7% sind der Meinung, dass die persönliche Beratung als völlig unwichtig einzustufen ist. (ST)


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