Der Drogeriehändler Erwin Müller hat laut Medienbericht Douglas-Aktien erworben. Das Bankhaus Sarasin & Cie dementiert, für Müller "heimlich" Papiere gekauft zu haben.

Die Schweizer Privatbank Sarasin & Cie. hat einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" über den heimlichen Kauf von Aktien des Handelskonzerns Douglas für den Ulmer Drogeriemarkt-Unternehmer Erwin Müller dementiert.

Die Bank habe zwar im Sommer ihren Anteil auf 10,8 Prozent der Stimmrechte an Douglas ausgebaut, der Aktienkauf sei aber weder heimlich noch im Auftrag von Müller oder eines Dritten erfolgt, sagte ein Sprecher am Montag. Die Bank habe die Beteiligung an der Douglas-Holding auf eigene Rechnung und zur Absicherung von Handelsgeschäften erworben.

"Douglas ist mein zweites Standbein"

Der "Focus" hatte vorab berichtet, Müller steige bei Douglas ein und halte seit wenigen Tagen drei Prozent an Douglas. Weitere gut 14 Prozent solle die Schweizer Privatbank Sarasin & Cie. in den vergangenen Monaten im Auftrag Müllers erworben haben. Auch diese Aktien wolle der Unternehmer kaufen. Müllers Ziel sei eine Gesamtbeteiligung von 18 Prozent an Douglas.

"Douglas ist mein zweites Standbein", sagte der Drogeriehändler dem Münchner Magazin. "Ich erwerbe seit einiger Zeit Douglas-Aktien." Er sehe große Potenziale bei beiden Unternehmen. So könnten gemeinsamer Einkauf und Logistik Kosten sparen.

Müller will weiter wachsen

Die Drogeriemarktkette Müller will den Angaben zufolge im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent auf 2,8 Milliarden Euro erreichen. Jährlich wolle das Unternehmen 50 neue Filialen eröffnen. Von der Wirtschaftskrise spüre er nichts, erklärte Müller: "Wir haben keine Krise."

Zur Douglas-Holding gehören neben den gleichnamigen Parfümeriefilialen die Thalia-Buchhandlungen, die Juwelierkette Christ, die Modehäuser Appelrath-Cüpper sowie die Süßwarengeschäfte Hussel.