Marktbeobachter staunen: Der Warenhauskonzern Hertie denkt trotz Insolvenz über einen „Ausbau der Geschäftstätigkeiten” nach.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa „aus Unternehmenskreisen” wird intern über einen „Ausbau der Geschäftstätigkeiten” nachgedacht.

Eine „strategische Planung” zusätzlich zu den bisherigen Verhandlungen über die Fortführung der 72 Kaufhäuser solle den Wert des Unternehmens erhöhen.

Wann genau ein Investor für Hertie feststehen könnte, ist derzeit noch offen. „Wir werden wohl im Oktober die entscheidenden Gespräche führen”, sagte Insolvenzverwalter Biner Bähr in Düsseldorf. Es seien aber schon jetzt „größere Interessenten” von sich aus an Hertie herangetreten.

Zuversicht trotz Krise

Derweil sind nach Angaben von Hertie-Sprecher Wolfgang Weber-Thedy neue Verträge mit Lieferanten wie dem Süßwarenhändler Lekkerland geschlossen worden.
 
„Ihnen konnten Zusicherungen für die Zeit nach dem Insolvenzstichtag gemacht werden”, sagte Weber-Thedy. „Wir sind auf der Schwelle zum Normalbetrieb”, sagt er selbstbewusst.

Auch für die kommenden Monate verbreitete Weber-Thedy Zuversicht. So werde Hertie etwa weiter ausbilden und zum 1. September 23 neue Auszubildende einstellen. „Nicht einer von ihnen ist wegen der Insolvenz abgesprungen”, sagte der Sprecher.