Viel Resonanz hat der Wettbewerb "E-Government in Bundes- und Landesverwaltungen" gefunden: 50 Behörden haben Ideen und Vorschläge eingereicht, wie das Internet die Qualität ihrer Dienstleistungen verbessern kann.

Viel Resonanz hat der Wettbewerb "E-Government in Bundes- und Landesverwaltungen" gefunden: 50 Behörden haben Ideen und Vorschläge eingereicht, wie das Internet die Qualität ihrer Dienstleistungen verbessern kann.

Ausgerichtet haben den Wettbewerb das Beratungsunternehmen KPMG und Cisco Systems, der weltweit führende Anbieter von Netzwerktechnologie. Schirmherrin ist die Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, Brigitte Zypries. Der Wettbewerb hat drei Ziele: Erstens die Anwendung von Internettechnologien bei der Modernisierung der Verwaltung zu stärken; zweitens die Qualität und Effizienz des Verwaltungshandelns zu erhöhen; und drittens die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern. Eine unabhängige Jury aus Wissenschaft und Praxis unter Vorsitz von Prof. Dr. Werner Jann von der Universität Potsdam hat anhand von Bewertungskriterien jeden Wettbewerbsbeitrag begutachtet. Insbesondere wurden dabei der Beitrag zur Verwaltungsmodernisierung, das organisatorische und technische Lösungskonzept einschließlich des Sicherheitskonzepts und die Realisierbarkeit berücksichtigt. Von den 50 Wettbewerbsbeiträgen kamen zunächst zehn in die engere Wahl. In einer zweiten Runde wurden drei dieser Projekte mit Einzelpreisen ausgezeichnet sowie ein Sonderpreis vergeben. Die während der CeBIT bekanntgegebenen Gewinner sind: .

* Das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln mit dem Projekt "eStrategie": Mit "eStrategie" wird ein ganzheitliches Informations- und Wissensmanagementsystem aufgebaut. Die Stärke dieses Projekts liegt in der Vernetzung der Einzellösungen. Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung sind die online-Bearbeitung von BAföG-Anträgen und das BVA-eigene Intranet. .

* Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg in Potsdam mit dem Projekt "Internet-Wahlen": Am Beispiel einer Personalratswahl wird der Einsatz der Internet-Wahlmöglichkeit erprobt. Zur Umsetzung wurde die Software "i-Vote" eingesetzt. Mit einer Internet-Wahlordnung, die verbindliche Standards festlegt, wird sichergestellt, dass die Wahl von jedem Ort und zu jeder Zeit sicher und geheim ablaufen kann.

* Die staatliche Arbeitsschutzverwaltung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf mit dem Projekt "Bürgerportal Arbeitsschutz NRW": Ziel des Projekts ist die flächendeckende Information von Betrieben und Beschäftigten über Arbeitsschutz. Das Arbeitsschutzportal NRW soll als Internetportal Information, Beratung und Verwaltungsdienstleistungen miteinander verbinden und online zugänglich machen.

* Die Freie und Hansestadt Hamburg: Für die insgesamt neun Wettbewerbsbeiträge Hamburgs hat die Jury einen gemeinsamen Sonderpreis verliehen. Damit zeichnet sie den in den Landesverwaltungen bislang beispiellosen ganzheitlichen E-Government-Ansatz aus, der die neun Einzelprojekte in einer konsistenten Gesamtstrategie der Hamburger Landesverwaltung bündelt.

Alle genannten Gewinner haben die Möglichkeit zu einem einwöchigen Studienaufenthalt - voraussichtlich im Herbst 2001 - in den USA. Ziel ist es, sich auch international über neue Entwicklungen im E-Government zu informieren. (DS)