Aufgrund hoher Zuwachsraten wird sich der VPN-Markt zu einem besonders interessanten Geschäftsfeld für viele Anbieter entwickeln.

Die Integration von Mitarbeitern, Lieferanten, Partnern und (potenziellen) Kunden in die Informations- und Kommunikationsprozesse eines Unternehmens ist einer der entscheidenden Faktoren bei der Berücksichtigung neuer Anwendungsmöglichkeiten der Informationstechnologien. Hierbei sind die Verantwortlichen in verschiedener Hinsicht gefordert:

- Die Lösung muss ein hohes Maß an Flexibilität und Skalierbarkeit bieten.
- Die Lösung muss in der Regel Kostensenkungspotenziale haben.
- Die Lösung muss kurzfristig einsatzbereit sein.

"Die Bereitstellung eigener Netzwerkressourcen kann zweifellos als sehr kostenintensiv angesehen werden. Darüber hinaus besteht die Schwierigkeit, bei stark variierenden Datenmengen schnell und flexibel entsprechende Kapazitäten verfügbar zu haben und bei technologischen Weiterentwicklungen möglichst frühzeitig "State-of-the-Art"-Technologien nutzen zu können", so Martin Haas, Consultant der Meta Group Deutschland GmbH.

Vor allem die rasante Verbreitung der Internet-Technologie ermöglicht die Nutzung innovativer Informations- und Kommunikationslösungen. Das aktuelle Schlagwort heißt "Virtual Private Networks" (VPNs). In diesen virtuellen privaten Netzwerken werden die Daten teilweise über geschützte Unternehmensnetze und teilweise mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen (z.B. Tunneling) über öffentliche Netze (in erster Linie über das Internet) transportiert.

"Da bei der Nutzung eines Virtual Private Networks keine Vorhaltung eigener Netzwerk-Ressourcen erforderlich ist, handelt es sich um einen sehr dienstleistungsorientierten Markt. Von der Beratung über den Aufbau bis hin zum Betrieb eines VPNs ist in diesem Markt der komplette Dienstleistungszyklus relevant", führt Martin Haas weiter aus.

Nach Schätzungen der Meta Group betrug das Volumen des Marktes für VPN-Produkte und VPN-Services im Jahr 2000 in Europa 840 Mio. US-Dollar. Nur etwa 10% dieses Volumens resultieren aus dem Verkauf von VPN-Produkten. Die restlichen 90% des VPN-Marktvolumens entfallen auf das Dienstleistungsgeschäft. Aufgrund hoher Zuwachsraten wird sich dieses Marktsegment zu einem besonders interessanten Geschäftsfeld für viele Anbieter entwickeln. Ob es sich hierbei allerdings um eine Goldgrube handeln wird, hängt in entscheidendem Maße von der Kompetenz und Leistungsfähigkeit des betreffenden Anbieters ab.

Insbesondere im Dienstleistungsgeschäft ist die Auswahl des optimalen Partners von entscheidender Bedeutung. Diese Aufgabe ist für die Anwenderunternehmen eine besondere Herausforderung, da im VPN-Markt die verschiedensten Anbietertypen mit unterschiedlichen Kerngeschäftsfeldern vertreten sind. Eine Gefahr besteht für die Unternehmen beispielsweise darin, sich langfristig an einen Partner zu binden, obwohl sie, u.a. aufgrund fehlender Markttransparenz, dessen Kompetenz und Leistungsfähigkeit kaum realistisch bewerten können. Im Rahmen der aktuellen Studie der Meat Group sollen die Potenziale und Herausforderungen im Markt für VPN-Produkte und VPN-Services in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht werden. Die Analyse will zudem einen Überblick über die im Markt agierenden Anbieter geben. Sie richtet sich an alle Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen im VPN-Umfeld anbieten. (ST)


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