Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) starten Initiative zur Standardisierung von Geschäftsprozessen in der öffentlichen Verwaltung.

Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) starten Initiative zur Standardisierung von Geschäftsprozessen in der öffentlichen Verwaltung.

Das von der Bundesregierung geförderte Leitprojekt Media@Komm zur Entwicklung virtueller Rathäuser und Marktplätze war Ausgangspunkt der Initiative. Eines der Ziele ist es, den Austausch und die Weiterverarbeitung elektronischer Dokumente von Gemeinden und Städten untereinander zu ermöglichen. Eine vom DIN mit Fachexperten besetzte Lenkungsgruppe soll hierfür sogenannte Publicly Availabel Specifications (PAS) entwickeln. Aber nicht nur die Behörden, sondern auch der Bürger soll von der Initiative langfristig profitieren. Baugenehmigungen oder Steuererklärungen werden zukünftig auch über das Netz abgegeben werden können, erklärte das BMWi.

Eine Städteumfrage zum Entwicklungsstand virtueller Rathäuser zeigte, dass fehlende Standards und Kompatibilität die bisher größten Hemmnisse auf dem Weg zum E-Government waren. Für Dokumente, die zwischen Bürger und Verwaltung ausgetauscht werden sollen, sind bundesweit einheitliche Datenstrukturen, Austauschformate und Nachrichteninhalte erforderlich. Die von Media@Komm entwickelte Lösung "Online Services Computer Interface" (OSCI) wird als Ansatz zur Vereinheitlichung von Datenaustauschformaten und Definition von Schnittstellen eingebracht werden.

Die vom DIN in Angriff genommene Standardisierungsanstrengung für E-Government trage ihren Teil zu der von der Bundesregierung gestartete Initiative "Bund online 2005" bei, so Staatssekretär Dr. Alfred Tacke. Bereits im Herbst sollen erste Ergebnisse der Arbeitsgruppen vorliegen und ein Fortschritt im Bereich Meldewesen erreicht sein. (JR)


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