Händler wie dm-Drogeriemarkt und die Metro Group testen ein interaktives Supermarktregal: Der Konsument bedient es durch Gestensteuerung und bekommt so Zusatzinformationen zu einzelnen Produkten.

Gemeinsam mit 17 Markenherstellern aus Industrie und Handel hat das Standardisierungsunternehmen GS1 Germany das erste virtuelle Supermarktregal vorgestellt, das "interaktiv" durch Gestensteuerung bedient wird. An diesem Pilotprojekt sind unter anderem Henkel, Kraft Foods, Unilever, dm-Drogeriemarkt und Metro beteiligt.

Der Verbraucher soll demnach mit einfachen Handbewegungen, die über eine Kamera erfasst werden, Produkte aus verschiedenen Kategorien auswählen können. Mit Hilfe von 360-Grad-Produktbildern und umfangreichen Zusatzinformationen könne sich der Kunde so umfassend zu jedem Produkt informieren.

Vertrauenswürdige Produktdaten

"Neben der Analyse neuer Technologien zum Entwickeln innovativer Konzepte für Handel und Industrie stand Trusted Source of Data im Mittelpunkt unser Überlegungen", erläutert Madlen Ehrlich, Product Manager Mobile Services bei GS1 Germany. Denn ein Problem des Internetzeitalters ist, dass die verfügbaren Produktinformationen nur so gut sind, wie die Daten dahinter vertrauenswürdig sind.

"Hersteller und Handelsunternehmen mit Eigenmarken sollen für die Notwendigkeit sensibilisiert werden, selbst dem Verbraucher ihre Produktinformationen bereitzustellen – ganz gleich ob diese online, mobil oder über ein virtuelles Regal abgerufen werden", sagt Ehrlich. Damit trügen die Hersteller zu mehr Produkttransparenz bei und stärkten das Vertrauen der Verbraucher.

Medienkonforme Darstellung

Im Rahmen des Pilotprojektes sammelten die beteiligten Unternehmen nun Erfahrungen zum Umgang mit dem Thema Product Data Management wie auch zur medienkonformen Darstellung ihrer Produkte in digitalen Kanälen.

In dem "Virtuellen Regal" würden zusätzlich die EAN-13 Produktcodes zu den Produkten abgebildet: Diese Codes lassen sich demnach mit der App des Produkt- und Preisvergleichportals "barcoo" abscannen und führten so auf dem Smartphone des Konsumenten zu Produkt- und Zusatzinformationen, wie etwa Inhaltsstoffen, Allergenen und Anwendungshinweisen.