Mit dem Schweden Mikael Ohlsson wird ein "echter Träger der Ikea-Kultur" die Führung des Unternehmens in die Hand nehmen, heißt es aus dem Möbelhaus-Konzern.

Nach dem Karrierestart als Ikea-Teppichverkäufer übernimmt der Schwede Mikael Ohlsson den Chefstuhl der größten Möbelkette der Welt. Wie die Konzernzentrale in Helsingborg an diesem Freitag mitteilte, löst Ohlsson am 1. September Anders Dahlvig ab, der zehn Jahre diesen Posten ausfüllte.

Ohlsson ist seit 15 Jahren Mitglied der Konzernführung und derzeit als Regionalleiter für die Ikea Einrichtungshäuser in Südeuropa und Nordamerika tätig. Seine berufliche Laufbahn begann er vor dreißig Jahren in der Teppichabteilung im Einrichtungshaus in der schwedischen Stadt Linköping.

Wettbewerb und Wirtschaftskrise zwingen zum Umdenken

"Mikael Ohlsson verfügt über eine ausgeprägte Problemlösungskompetenz und ist ein hervorragender Botschafter der Ikea-Kultur. Er eignet sich bestens dafür, den Veränderungskurs weiterzuführen, der von Anders Dahlvig eingeleitet wurde", sagte Göran Grosskopf, Vorsitzender der Ingka Holding BV – dem Mutterunternehmen des Ikea-Konzerns. "Wachsender Wettbewerb und die weltweite Wirtschaftskrise waren wichtige Beweggründe, unser Geschäft zu überdenken."

Die Hauptaufgabe von Dahlvig sei es gewesen,  das Expansionsprojekt "10 Aufgaben in 10 Jahren" umzusetzen. Dieses werde nun außerordentlich erfolgreich abgeschlossen. Die Zahl der Einrichtungshäuser stieg unter Dahlvig weltweit von 130 auf 270 und der Umsatz erhöhte sich von 7,3 Milliarden auf 21,3 Milliarden Euro. "Ein bemerkenswertes Wachstum, wobei die Verkaufspreise dennoch im Durchschnitt um 2 Prozent pro Jahr gesenkt werden konnten", lobte  Grosskopf.

Gründer Kamprad immer noch im Hintergrund aktiv

Ikea wurde 1943 von dem damals 17 Jahre alten Ingvar Kamprad (früher auch Pastor) in Schweden gegründet. Der heute 83 Jahre alte Mehrheitseigner ist und von seinem Wohnsitz Schweiz aus rege an strategischen Entscheidungen des Unternehmens beteiligt.

Das stark verschachtelte und nicht an der Börse notierte Unternehmen erwirtschaftete 2008 einen Umsatz von 21,3 Milliarden Euro mit knapp 130.000 Beschäftigten.

hb mit Material von dpa