Für die mehr als 280.000 Beschäftigten in Niedersachsen und Bremen geht es um das Ende eines einjährigen tariflosen Zustands.

Verdi hofft in der fünften Verhandlungsrunde in Hannover auf einen Abschluss wie in Baden-Württemberg. Zusätzlich fordert die Gewerkschaft die Einführung eines Mindestlohns von 7,50 Euro pro Stunde. Die Beschäftigten in Niedersachsen und Bremen befinden sich seit mehr als einem Jahr in einem tariflosen Zustand.

In Baden-Württemberg wurde sich im Juli auf eine Lohnsteigerung um 3 Prozent rückwirkend ab 1. April 2008 verständigt . Für die zwölf Monate davor wird nachträglich eine Einmalzahlung von 400 Euro gewährt.

Berlin und Brandenburg sind sich bereits einig

Auf der Basis dieser Einigung wurde schon vorige Woche für die rund 92.000 Mitarbeiter in Berlin und Brandenburg ein Kompromiss gefunden. Die Beschäftigten erhalten eine Einmalzahlung für den Zeitraum vom 1. Juli 2007 bis Juni 2008. Auszubildende und Teilzeitbeschäftigte erhalten die Einmalzahlung anteilig.  Ab dem zweiten Jahr der Vertragsdauer (Juli 2008 bis Ende Juni 2009) werden die Einkommen um 3 Prozent erhöht. Der Entgelttarifvertrag hat eine Laufzeit bis Ende Juni 2009.

Die Zuschläge für die Arbeitszeiten am Abend, in der Nacht und am Wochenende bleiben im Wesentlichen erhalten. Von Montag bis Freitag gibt es im Vergleich zum alten Tarifvertrag keine Änderungen, lediglich am Samstag werden jetzt Zuschläge wie unter der Woche erst ab 18.30 Uhr gewährt. Die Zuschläge sind im Manteltarifvertrag geregelt, der rückwirkend von Januar 2007 bis Ende 2010 gilt.

ddp