Rechtzeitig zum Winterschlussverkauf hat die Eiseskälte eingesetzt und die Verbraucher in die Geschäfte getrieben. Die Händler zeigen sich zur WSV-Halbzeit zufrieden.

"Mit dem Frost fangen viele erst an, sich warm einzukleiden", sagte Kai Falk, Sprecher des Handelsverbands Deutschland. "Davon hat die erste WSV-Woche stark profitiert." Die aktuelle Kältewelle kommt dem Handel gerade recht.

Warme Jacken und Strickpullover seien besonders gefragt, sagte Falk. Die Auswahl sei noch groß, weil das Weihnachtsgeschäft im vergleichsweise warmen Dezember eher schleppend gelaufen war.

Auch bei Winterschuhen und Wintersportausrüstung seien die Lager noch voll. "Bislang lag die Wintermode wegen der milden Temperaturen wie festgefroren in den Regalen", sagt Falk. Gerade Männer seien Bedarfskäufer: Einen Mantel kauften viele erst, wenn es auch tatsächlich kalt sei.

Ein Drittel der Händler am WSV beteiligt

Seit einer Woche versucht der Handel, die Winterware mit Preisnachlässen von bis zu 50 Prozent loszueisen. Drei Viertel der 400.000 Händler beteiligen sich nach HDE-Angaben an der freiwilligen Aktion. Sonderangebote gibt es auch in vielen Möbelgeschäften, Bau- und Elektronikmärkten.

Bislang haben milde Temperaturen und ausbleibender Schnee den Sporthändlern das Saisongeschäft vermiest. Insgesamt ist die Stimmung in der Handelsbranche jedoch aktuell sehr gut. 2011 hatten gestiegene Einkommen und eine niedrigere Arbeitslosigkeit die Bundesbürger in Kauflaune versetzt und für Spitzenumsätze gesorgt.

In diesem Jahr erwartet der Handelsverband mit einem Umsatzplus von 1,5 Prozent das dritte Wachstumsjahr in Folge.