Die Kälte hilft dem Einzelhandel bei der Lagerräumung: Die Branche ist mit dem Winterschlussverkauf zufrieden. Sporthändler hoffen darauf, dass die kalte Jahreszeit noch sehr lange dauert.

Die klirrende Kälte hat den Einzelhändlern einen guten Winterschlussverkauf (WSV) beschert. "Das Wetter hat uns geholfen, die Lager zu räumen, so dass wir jetzt die Frühjahrsmode in die Regale nehmen können", sagte ein Sprecher des Handelsverbands Deutschland (HDE).

Der WSV habe zwar nicht die ganze Saison retten können, viele Unternehmen seien aber recht zufrieden. Gut drei Viertel der etwa 400.000 Einzelhändler beteiligten sich an der zweiwöchigen Rabattaktion, die Ende Januar gestartet worden war. Mit Sonderangeboten warben auch Möbelgeschäfte, Bau- und Elektronikmärkte.

Vor allem Textilhändler hatten es zu Beginn des Winters schwer. Wegen der viel zu milden Temperaturen blieb zunächst viel Ware liegen. Im Schlussverkauf waren nun warme Mäntel, dicke Strickpullis und Winterschuhe besonders gefragt. Es gab Preisnachlässe von bis zu 50 Prozent. Auch Wintersportartikel wurden gut gekauft. Genaue Zahlen nannte der Handelsverband aber nicht.

Händler hoffen auf langen Winter

"Mancher Wintersporthändler hofft nun, dass der Winter noch etwas länger andauert", betonte der HDE-Sprecher. Für viele sei das milde Wetter im Dezember und Januar bitter gewesen. "Da können zwei Wochen Kälte auch nichts retten."

Die Schlussverkäufe sind aus Sicht des HDE "gelernte Termine", die schon seit Jahrzehnten die Kunden in die Läden locken. Seit dem Fall des Rabattgesetzes vor rund zehn Jahren ist der WSV eine freiwillige Angelegenheit, an der sich aber die meisten Händler orientieren.