Im ersten Halbjahr 2008 ist in Deutschland der Umsatz von Fairtrade-zertifizierten Produkten erneut gewachsen.

Laut der Organisation Transfair, die das Fairtrade-Siegel vergibt, kauften deutsche Verbraucher im ersten Halbjahr 2008 Fairtrade-Waren im Wert von rund 78 Millionen Euro. Das sind 15,5 Millionen mehr gegenüber dem ersten Halbjahr 2007.

Der Absatz von Fairtrade-zertifizierten Produkten kletterte in den ersten sechs Monaten 2008 auf 12.000 Tonnen, ein Plus von sieben Prozent. Die Steigerung zeigt sich über alle Produktgruppen, wobei Kaffee, Fruchtsaft und Rosen die besonderen Wachstumsmotoren waren.

Der gestiegenen Nachfrage zeigte sich auch in dem größeren Fairtrade-Produktangebot. Auch hat sich Fairtrade im Discount etabliert.

Nur Bananen im Minus

Der "faire" Kaffeeabsatz kletterte auf 2.400 Tonnen, ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorhalbjahr. Es wurden zwei Millionen Liter Fruchtsaft getrunken, das sind 63 Prozent mehr als im Vorhalbjahr. 19 Millionen fair gehandelte Rosen erblühten, ein Plus von 149 Prozent.

Erstmals wurden im ersten Halbjahr 2008 87.000 Jeans, T-Shirts, Kleider, Röcke, Handtücher und Badematten aus Fairtrade-Baumwolle verkauft.
Lediglich die Fairtrade-Bananen haben ein Minus von 17 Prozent auf 5.400 Tonnen zu verzeichnen. Hierfür waren die Auslistungen bei Edeka Südwest und Kaiser'sTengelmann verantwortlich.

Overath zuversichtlich

„Wir sind zuversichtlich, dass wir die Rückgänge im Bananenbereich durch die neue Angebot von Fairtrade-Bananen bei Penny, Globus St. Wendel und Famila gegen Jahresende wieder ausgleichen können", prognostizierte TransFair-Chef Dieter Overath.

Weltweit profitieren 720 Produzentenorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika davon, dass Fairtrade weiter im Trend liegt.