Am Donnerstag kommen die Chefs von Arcandor, Metro und Goldman Sachs zum "Warenhaus-Gipfel" zusammen. Vorher trift sich der Metro-Chef mit dem Wirtschaftsminister.

Der Vorstandsvorsitzende des angeschlagenen Handelskonzerns Arcandor, Karl-Gerhard Eick, lädt im Streit um die Zukunft von Karstadt zu einem "Warenhaus-Gipfel". Beim Treffen am kommenden Donnerstag sollen Metro-Vorstandschef Eckhard Cordes,  Eick und der Deutschland-Chef der Bank Goldman Sachs, Alexander Dibelius, an einem Gespräch in Essen teilnehmen.

Auf dem Treffen wollen die Handelschefs ausloten, welche gemeinsamen Möglichkeiten es gibt, das Warenhausgeschäft von Karstadt weiterzuführen. Dabei dürfe eine Insolvenz von Karstadt oder des Mutterkonzerns Arcandor nicht Voraussetzung für ein Rettungskonzept sein, betonte das Unternehmen.

Metro-Chef trifft Guttenberg

Die Metro AG hatte sich positiv zu dem Gesprächsangebot der Arcandor geäußert. Es werde grundsätzlich ein bilaterales Gespräch begrüßt, um im Vorfeld einer größeren Gesprächsrunde die beiderseitigen Interessen zu klären, sagte Metro-Sprecher Martin Bommersheim der Presseagentur Dow Jones Newswires.
 
Bereits vor dem Gipfel wird Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mit dem Vorstandsvorsitzenden der Metro AG zusammentreffen. Das wurde Dow Jones aus Regierungskreisen bestätigt.

Bei Fusion 50 Kaufhäuser bedroht

Arcandor-Chef Eick hat eine Verschmelzung von Kaufhof und Karstadt zunächst abgelehnt. Er sagte, der Vorschlag von Metro sei ein „taktisches Manöver". Bei einer Fusion wären bis zu 50 Warenhäuser bedroht, warnte der Arcandor-Chef.

Alle bisherigen Informationen über die mögliche Karstadt-Kaufhof-Fusion sowie neue Meldungen über Arcandor und Metro finden Sie in unserem Dossier.

DH / Dow Jones Newswires