In der Tarifauseinandersetzung im Einzelhandel bereitet die Gewerkschaft ver.di noch für April Warnstreiks vor und kündigt "fantasievolle" Aktionen an.

"Erste Anträge auf Warnstreiks liegen uns bereits vor. Das heißt, wenn es sein muss, starten wir noch im April mit den ersten Warnstreiks", sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Margret Mönig-Raane der Tageszeitung "Die Welt". Die Gewerkschaft fordert im Schnitt mehr als sechs Prozent Einkommenszuwächse. Die Arbeitgeber haben noch kein Angebot vorgelegt.

Mönig-Raane kündigte "fantasie- und effektvolle" Aktionen an. "Wenn im Lager des Großhändlers wegen Arbeitskampfmaßnahmen kein Lkw rausgeht, kommt im Einzelhandelsladen auch keine Ware an. Da können wir mit wenig Aufwand viel erreichen", sagte Mönig-Raane. Derzeit werden zeitgleich die Tarife für den Groß- und den Einzelhandel verhandelt.

Die Unternehmen könnten sich trotz der Krise deutliche Lohnaufschläge leisten. "Die Krise hat den Handel doch noch gar nicht erreicht. Edeka und Rewe, Aldi, Lidl, Kaufland geht es zum Beispiel richtig gut", sagte die Gewerkschafterin der Zeitung. Sie forderte zudem einen Mindestlohn für den Einzelhandel.