Die Computerwissenschaftler des AquaLab an der Northwestern University haben ein neuartiges System entwickelt, um Netzwerkproblemen im Internet auf die Spur zu kommen. Die Idee hinter dem "Network Early Warning System" (NEWS) ist, die allgegenwärtigen Datenströme von P2P-Anwendungen zu nutzen, um Störungen in Echtzeit aufzuspüren.

Die Computerwissenschaftler des AquaLab an der Northwestern University haben ein neuartiges System entwickelt, um Netzwerkproblemen im Internet auf die Spur zu kommen. Die Idee hinter dem "Network Early Warning System" (NEWS) ist, die allgegenwärtigen Datenströme von P2P-Anwendungen zu nutzen, um Störungen in Echtzeit aufzuspüren. Hintergrund der Entwicklung ist, dass Netzwerkanomalien mit dem Wachstum des Internets zwar ebenfalls häufiger auftreten, aber kaum nachzuweisen sind. Dabei sind daraus resultierende schlechte Verbindungen für User lästig und auch kostspielig für Unternehmen und Netzwerkbetreiber.

Dem Internet fehlt ein umfassendes Monitoring-System, um Netzwerkanomalien aufzuspüren. Hier setzen die Wissenschaftler an, indem sie den P2P-Datenverkehr als Überwachungssystem nutzen wollen. Indem die Mio. von P2P-Usern weltweit Informationen über ihre Verbindungsqualität bereitstellen, könnten Probleme sehr effizient und genau lokalisiert werden. Mit NEWS haben die Forscher ein entsprechendes System geschaffen, das zunächst als Plug-in für den BitTorrent-Client Azureus umgesetzt wurde. "Das ist eine Art Crowd-Sourcing fürs Netzwerk-Monitoring", meint AquaLab-Leiter Fabián Bustamente. Bereits über 13.000 Nutzer haben das Plug-in heruntergeladen.