Die Metro Group  bietet mit dem Startup-Programm "Techstars" ein eigenes Accelerator Programm. Es soll technologischen Gründerideen im Bereich Restaurant, Hotel und Catering unter die Arme greifen. Das Gründerprogramm "Metro Accelerator powered by Techstars" startet gerade in die zweite Runde. Bis zum 20. Juni können sich Startups bewerben. Was verspricht sich die Metro von dem Programm und welche Veränderungen lösen die Startups im eigenen Haus aus?  

Olaf Koch, Metro
Olaf Koch, Metro
 

 

Im Startup-Magazin „Berlin Valley“ spricht  Metro-Chef Olaf Koch ausführlich über die Digitalisierung der Gastronomie, die Zusammenarbeit mit Startups und darüber, wie Techstars den Konzern auf Trab gebracht hat. 6 Kernaussagen zeigen dabei, wie sehr die Metro die Zusammenarbeit als einen langen Wurf begreift und dabei vor allem eines im Blick hat: Zufriedene Kunden.  

Olaf Koch über die Kundenfokussierung bei der Suche nach Startups:

„Wenn man über Digitalisierung spricht, kommen immer viele Ratschläge: ‚Tun Sie dies, tun Sie jenes.`  Wir stellen die Frage komplett anders herum: Was erwarten die Kunden von der Metro, was können wir für sie tun?

Über den Vorteil eines Accelerator-Programms:

„Es kommen immer mehr Leute mit Ideen und Vorschlägen auf uns zu. Die große Herausforderung dabei ist, die nächste Entwicklungsstufe zu erreichen, nämlich ein professionelles Lösungsgeschäft aufzubauen. Aber am Ende sollen unsere Kunden und das Startup einen gemeinsamen Nutzen finden und dabei Spaß haben.“

Das komplette Interview mit Olaf Koch können Sie bei <a target="_blank" href="http://berlinvalley.com/">"Berlin Valley"</a> nachlesen
Das komplette Interview mit Olaf Koch können Sie bei "Berlin Valley" nachlesen
Welche Rolle Geld dabei spielt:

„In der Praxis wird es wahrscheinlich so sein, dass das Startup Geld braucht, um zu wachsen. Dann sind wir einer der Geldgeber. Aber am Ende sollen unsere Kunden und das Startup einen gemeinsamen Nutzen finden und dabei Spaß haben. Das soll ihr Erfolg werden. Das hört sich jetzt alles sehr selbstlos an, aber wir machen das natürlich auch zum Eigennutz: Mittelbar zahlt sich das auf jeden Fall für uns aus.“

Über das Sponsoring von Piloten:

„Wir werden uns in den großen Metropolen mehrere Gastronomiebetriebe mit technikaffinen Unternehmern suchen, die bereit sind, neue Dinge auszuprobieren. Wir werden ihnen dann drei, vier Lösungen sponsern. Sie zahlen nichts dafür. Das einzige, was wir wollen, sind die Daten aus den jeweiligen Lösungen, damit wir die Vorteile für den Gastronomen nachvollziehen und sehen können.“

Über die wachsende Bedeutung von Service:

„Da gibt es unglaublich viel Luft nach oben.  Wir überlegen, wie wir den Kunden dabei helfen können, die richtige Kaufentscheidung zu treffen. Wenn wir ihnen dabei helfen, kommen sie vermutlich wieder. Wenn wir ihnen die Geräte konfigurieren, kommen sie ganz sicher wieder. Und wenn wir ihnen bei einem Problem zu Hause helfen, kaufen sie sogar noch mehr. Das alles bedeutet einen enormen kulturellen Wandel. Ein Bestandteil dieser Neuausrichtung ist: Wir müssen auch hier ins Lösungsgeschäft.“

Über die Folgen der Zusammenarbeit mit Startups für das eigene Unternehmen:

Wir haben schon echte Aha-Erlebnisse gehabt. Aber dass sich das Unternehmen jetzt schon nachhaltig verändern würde,  so weit würde ich nicht gehen. Was wir erreicht haben, ist, dass die Mitarbeiter anders auf die Welt schauen.“

"Berlin Valley" liefert Interviews, Analysen, Trends, Tiefgang rund um die deutsche Startup-Szene. Das Gründermagazin wird mit einer Druckauflage von 30.000 Exemplaren kostenlos vertrieben – liegt auf Konferenzen, in Co-Working-Space und bei Startups aus. Das Heft gibt es auch zum Download und bietet außerdem online Nachrichten und Hintergrundberichte.