Urbanara hat es auf 80 Quadratmetern an der Schönhauser Allee 48 in Berlin getan, eBay in London, auf der Oranienburger Straße in Berlin-Mitte und mit einem Weihnachtsmarkt auf dem Augustusplatz in Leipzig, Zalando hat es in Berlin und zuletzt in Mailand an der Via Vigevano getan - ein Pop-up-Store mitten in der Stadt. Doch was treibt ausgerechnet Online-Händler in die Welt von Brick&Mortar? Für den kurzfristigen Verkauf zwischen Betonwänden gibt es auch für Onliner gute Gründe.

Der Charme des Beton hat nichts mit möglichen Plänen zu tun, nun auch in der Welt der Läden zu reüssieren und sich zum Omnichannel-Anbieter zu wandeln. Pop-up-Stores, die in der Regel nur für wenige Tage in zumeist angemieteten Räumen entstehen, sind und bleiben ein Marketing-Instrument. Das kann aber gleich auf mehreren Ebenen punkten.

   
Vertrauen: Pop-up-Stores sind ein gutes Instrument für Onlinehändler, weil sie bei weniger onlineaffinen Kunden Vertrauen aufbauen können, da die Marke ihr Gesicht zeigt und anfassbar wird.

Markenerlebnis: Pop-up-Stores machen die eigene Markenwelt begehbar und erlebbar. Zunächst einmal für die Kunden an Ort und Stelle. Per Bild und Video verschaffen sie aber auch jene neue Eindrücke, die nicht live dabei waren.

PR-Effekt:
Pop-up-Stores sind eine gute Story. Für die lokale Presse, aber auch über regionale Medien. Zudem lassen sich Bilder und Videos gut über soziale Medien verbreiten und erzählen neue Geschichten rund um die Marke. Nicht vergessen: Auch Blogger sind da wichtige Multplikatoren, die man zu einer Eröffnung einladen sollte. Der Buzz lässt sich steigern, wenn man rund um den Pop-up-Store Aktionen startet. Beispielsweise indem man mit einem Gewinnspiel dazu anregt,  Bilder bei Instagram zu posten oder sich via Foursquare einzuchecken. 

Promotion: Die zeitlich begrenzten Stores sind eine gute Gelegenheit, um spezielle Promotions zu testen, neue oder limitierte Produkte anzubieten und zu erproben oder Hardcore-Fans ein besonderes Goodie bei einem Besuch im Laden zu bieten. 
Markenerlebnis offline: Urbanara
Markenerlebnis offline: Urbanara

Werbung: Pop-up Stores können auch einen Ansatz bieten, um neue Marketing-Kampagnen aufs Gleis zu heben. So war für eBay der Pop-up-Weihnachtsmarkt der Startschuss für eine neue Werbeaktion. Aber auch die Kunden im Laden kann man einbinden, indem man ihre Statements zur Marke auf Video festhält und später beispielsweise auf der Fanpage oder im Webshop einbindet. So steigert man auch dort dann wieder Vertrauen und Glaubwürdigkeit.
eBay startete mit einem „Pop-Up-Weihnachtsmarkt“ in Leipzig seine Marketingoffensive zu Weihnachten
eBay startete mit einem „Pop-Up-Weihnachtsmarkt“ in Leipzig seine Marketingoffensive zu Weihnachten