LED-Leuchten bieten schönes Licht und sparen Energie. Aber sie haben auch technische Tücken, wie etwa der Lebensmittelhandel weiß. Das EHI hat seinen Ratgeber zu diesem Thema entsprechend erweitert.

LED-Lampen sind für Händler längst Bestandteil von stimmungsvollen und effizienten Beleuchtungskonzepten. Nach wie vor bestehen aber erhebliche Qualitätsunterschiede im LED-Angebot. Das EHI Retail Institute hat aus diesem Grund seine Checkliste zum "Einsatz von LED im Handel 2016" aktualisiert. Die aktuelle Ausgabe wurde etwa um Fragen zu Fragen der Netzsicherheit, dem Einbau der Leuchten in Zwischendecken und im gekühlten Umfeld ergänzt.

Lebensmittelhandel ist fortschrittlich

Zwar sind gegenwärtig laut EHI noch unter 20 Prozent der Gesamtbeleuchtung auf LED umgestellt. Der Lebensmittelhandel ist allerdings schon weiter: 60 Prozent Märkte werden bei Neu- und Umbauten komplett mit LED ausgestattet. Angesichts konkreter Planungen dürfte sich die handelsweite Umrüstung auf die modernen Leuchten kurzfristig weiter fortsetzen, so ein Ergebnis der EHI-Studie "Energie-Monitor 2015".

Bei Modernisierungen ist der Einbau von LED in Zwischendecken allerdings schwierig, schreibt das EHI. Da die Hauptwärmelast der Leuchten in die Decke abgegeben wird, kann es hier – je nach Anzahl der Leuchten und Gegebenheiten in die Zwischendecke wie Brandschutzanforderungen oder Klimatechnik – durch übermäßige Wärmeentwicklung zur vorzeitigen Alterung von LEDs und Treiberelektronik kommen. Die Empfehlungen der EHI-Checkliste zum "Einsatz von LED im Handel" richten sich hier auf die technischen Anforderungen über die Garantieleistungen bis zur Beachtung möglicher konzeptioneller Änderungen in der Lichtfarbe und -wirkung.

Kritischer Punkt: Netzsicherheit

Als kritischer Punkt gilt die Netzsicherheit. 80 Prozent der LED-Ausfälle in Handelsunternehmen resultieren laut EHI aus Spannungsspitzen. Was der Händler hier tun kann und welche Schutzmaßnahmen er auf der Elektroseite ergreifen sollte, gehört ebenfalls zu den Erweiterungen der Checkliste.

Auf Wunsch der Händler sei zudem der Bereich "LED im gekühlten Umfeld" erweitert worden. So werde beispielsweise am Thema "Wurstvergrauung" erläutert, welche Maßnahmen helfen, die Qualität der Lebensmittel zu sichern und längere Garantiezeiten für die LED zu erreichen, schreibt das EHI.