"Die wesentlichen technologischen Elemente des Web 2.0 sind bereits seit 2000 bekannt. Allerdings verstehen wir erst jetzt, wie die Technologie gut eingesetzt werden kann". Mit diesen Worten hat Clemens Cap von der Universität Rostock die Diskussion um das Schlagwort Web 2.0 im Rahmen eines Expertenforums in Wien auf den Punkt gebracht.

"Die wesentlichen technologischen Elemente des Web 2.0 sind bereits seit 2000 bekannt. Allerdings verstehen wir erst jetzt, wie die Technologie gut eingesetzt werden kann". Mit diesen Worten hat Clemens Cap von der Universität Rostock die Diskussion um das Schlagwort Web 2.0 im Rahmen eines Expertenforums in Wien auf den Punkt gebracht. Zustimmung erhielt der Universitätsprofessor von allen anderen Panel-Teilnehmern, die im Rahmen der von Con.ect und Future Network organisierten Veranstaltung versuchten, den Begriff Web 2.0 greifbar zu machen.

Während Vertreter von Microsoft und IBM auf ihre eigenen Beiträge bei der technologischen und inhaltlichen Weiterentwicklung des Web 2.0 verwiesen, warnte Cap indes die Branche, sich zu sehr auf den Leistungen der Anwender auszuruhen. In Anlehnung an den vom Internetexperten Andreas Weigend geprägten Begriff "Aal" (Andere arbeiten lassen) bezweifelt Cap, ob User langfristig bereit sind, für den Geschäftserfolg eines Unternehmens wie YouTube oder Flickr unentgeltlich ihre Inhalte beizusteuern. Angesichts der steigenden Leistungsfähigkeit des Internets bei einem gleich bleibenden intellektuellen Aufmerksamkeitsvermögen der Menschen ortet Cap anwenderseitig zudem einen Wechsel von einer Informationsökonomie zu einer Aufmerksamkeitsökonomie hin. (KC)