Das Trierer Institut für Telematik hat das Online-Redaktionssystem "JDaphne" vorgestellt. Die Macher stellen in Aussicht, dass Firmen mit Hilfe des neuen Systems auf viele Dienstleistungen von internen oder externen Web-Spezialisten verzichten könnten.

Das Trierer Institut für Telematik hat das neue Online-Redaktionssystem "JDaphne" vorgestellt. Mit dem System haben Unternehmen und Institutionen die Möglichkeit, ihre Internetpräsenz von Sachbearbeitern im eigenen Hause betreuen zu lassen. Institutsdirektor Professor Christoph Meinel stellt in Aussicht, dass Firmen so auf viele Dienstleistungen von internen oder externen Web-Spezialisten verzichten könnten.

"Externe Internet-Agenturen einerseits und interne Webmaster sowie Online-Redaktionen andererseits haben meistens nicht die inhaltliche Kompetenz der Fachleute im Hause. Das macht die Abstimmung mühsam. Außerdem ruft ihre Einschaltung oft zeitliche Engpässe sowie Verzögerungen in der Aktualität hervor", beschreibt Dr. Andreas Heuer, Entwickler des neuen Redaktionssystems, die Nachteile der herkömmlichen Arbeitsteilung beim so genannten Web Content Management. Das neue Online-Redaktionssystem JDaphne hingegen versetze den mit den Inhalten bestens vertrauten Sachbearbeiter einer Fachabteilung in die Lage, bereits gesammelte und aufbereitete Informationen von seinem Arbeitsplatz aus mit dem von ihm üblicherweise benutzten Bearbeitungsprogramm ("Editor") einzugeben. Nach der Erstellung und vor der Publikation von Inhalten kann eine Kontrolle gemäß dem Mehr-Augen-Prinzip stattfinden, damit die Qualität des Internet-Auftritts gesichert ist.

Sowohl vom Büro-Arbeitsplatz als auch von anderen zugriffsberechtigten Rechnern im Internet aus kann mit verteilten Rollen an der Web-Präsenz gearbeitet werden. "Welche Rolle ein Mitarbeiter hat, entscheidet darüber, ob er auf Inhalte lesend, schreibend oder publizierend zugreifen darf. Und welchem Ressort ein Mitarbeiter angehört, ist entscheidend für die Berechtigung, die jeweilig zugeordneten Inhalte der eigenen Rolle entsprechend zu betreuen", erläutert Dr. Heuer.

Das neue System arbeitet auf der Plattform aller gängigen Betriebssysteme. Dadurch lasse es sich leicht in jede Unternehmens-Infrastruktur einpassen. Auf dem Arbeitsplatz-Rechner der Mitarbeiter erfordert JDaphne lediglich einen Web-Browser. (ST)


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Institut für Telematik
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