Seit Anfang des Jahres 2001 schaltet der Wirtschaftsbereich "Handel und Versand" konstant 20% der Online-Werbung in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse von adscope.

Seit Anfang des Jahres 2001 schaltet der Wirtschaftsbereich "Handel und Versand" konstant 20% der Online-Werbung in Deutschland. Unterschiede zwischen den drei Produktgruppen dieses Wirtschaftsbereiches gibt es laut einer aktuellen adscope-Analyse sowohl in quantitativer Hinsicht als auch in Bezug auf die jeweils verfolgte Werbestrategie. So vereinen im August die Spezial-Versender 62,3% der erreichten Ad Impressions des Wirtschaftsbereiches auf sich. Groß-Versender erreichen nur 13,9%, Handels-Organisationen sind für 23,8% der Online-Werbemittelschaltungen verantwortlich.

Das Hamburger Analyse- und Beratungsinstitut für den Online-Kommunikationsmarkt untersuchte auch Banner-Motive und deren Platzierungen. Ziele des Wirtschaftsbereiches seien einerseits die kurzfristige Generierung von Traffic, andererseits langfristige Markenbildung. "Mit einem Anteil von 20% ist der Wirtschaftsbereich Handel und Versand für die Werbeträger eine verlässliche und wichtige Größe. Die große Differenz der erreichten Ad Impressions zwischen den Produktgruppen dieses Wirtschaftsbereiches erklärt sich durch die unterschiedliche Anzahl der Werbetreibenden", erklärt Rolf Stiefel, Geschäftsführer von adscope.

Nach Angaben von adscope buhlen 120 Spezial-Versender (Buch- und CD-Versender sowie Zoo-, Wein-, Feinkost- und Blumenfachhändler) und 50 Handels-Organisationen um die Gunst des Surfers. Handels-Organisationen wie B2B-Plattformen, Auktionshäuser und Powershopping sind für knapp ein Viertel der erreichten Ad Impressions verantwortlich. 20 Groß-Versender-Unternehmen wie Quelle, Otto, Neckermann und Tchibo erzielen einen Anteil von 13,9%.

"Die verschiedenen Werbestrategien werden durch die Analyse der Motive und ihrer Platzierung erkennbar", so Stiefel weiter. Spezial-Versender schalten auf reinen Shopping-Webseiten und in den Shop-Bereichen der großen Internet-Portale - hauptsächlich Aktionsbanner mit Preisangaben. Ziel ist die direkte Generierung von Traffic und Umsatz. Groß-Versender nutzen laut Stiefel nicht nur Aktionswerbung: Sie setzen auch ihre Marke ins Bild, um so langfristige Brandingwirkung zu erzielen. Zusätzlich werden Kooperationsbuttons auf reichweitenstarken Portalen wie Yahoo und Lycos und Unterhaltungstiteln wie RTL und Sat1 eingesetzt. (ST)


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