Wenige Stunden vor der angestrebten Karstadt-Übernahme wurde der Weg für den Investor Nicolas Berggruen endlich frei: Auch Dawnay Day hat keine Einwände mehr gegen den Insolvenzplan des Warenhauskonzerns.

Auch die zweite Gläubiger-Beschwerde gegen den Karstadt-Insolvenzplan ist am Donnerstag zurückgenommen worden. Das bestätigte das Essener Amtsgericht. Damit ist der Weg frei für Nicolas Berggruen, der zum 1. Oktober Karstadt offiziell übernimmt.

Der britische Investor Dawnay Day hatte bis Donnerstag Nachmittag noch Einwände gegen den Karstadt-Insolvenzplan. Der Gläubiger Gilde Handwerk aus Bocholt hatte seine Beschwerde am Mittwoch zurückgezogen.

Obwohl Insolvenzverwalter Görg den beiden Beschwerden zuvor keinerlei Erfolgschance eingeräumt hatte, hätten die Gläubiger das Verfahren bei Ausnutzung aller juristischen Möglichkeiten auf unbestimmte Zeit blockieren können. Nur mit einer Rücknahme der Widersprüche konnte der Zeitplan eingehalten werden.

Nach dem grünen Licht von den Gläubigern muss das Essener Gericht nur noch formell die Aufhebung des Insolvenzverfahrens beschließen. Nach dreizehn Monaten soll damit die traditionsreiche Warenhauskette wieder aus der Insolvenz entlassen werden.