Der Textilfilialist Wehmeyer hat nun zum zweiten Mal Insolvenz beantragt. Das Unternehmen soll mit einem neuen Konzept fortgeführt werden.

Die Wehmeyer Lifestyle GmbH hat beim Amtsgericht Düsseldorf einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt, berichtet das Fachblatt "Textilwirtschaft". Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Düsseldorfer Rechtsanwalt Wolf von der Fecht von der Sozietät Metzeler von der Fecht bestellt.

Laut Insolvenzverwalter soll das Unternehmen saniert und erhalten werden - mit einem "tragfähigen Zukunftskonzept", das nun mit Hilfe der Planinsolvenz umgesetzt werden soll.

400 Jobs stehen auf dem Spiel

2008 hatte der indische Textilunternehmer Rajive Ranjan die insolvente Modekette übernommen. Derzeit betreibt Wehmeyer mit etwa 400 Mitarbeitern 18 Filialen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Ende 2010 und Anfang dieses Jahres wurden einige Filialen geschossen.

Seit dem Einstieg des Wehmeyer-Eigentümers Ranjan sollen rund 4 Milliarden Euro in die ehemalige Arcandor-Tochter investiert worden sein.

Doch eine "angespannte Liquiditätslage" im Herbst 2010 habe zu einer Unterversorgung mit Ware geführt und das operative Geschäft stark beeinträchtigt, heißt es in einer Mitteilung.