Der Textilhändler Wehmeyer kündigt die Schließung zweier Filialen an. Hintergrund sind Streitigkeiten mit den Immobilienbesitzern.

Noch Ende Oktober jubelte die Lokalpresse in Remscheid: "Wehmeyer ist gesichert." Nun kommt aber doch das bittere Ende für die Filiale, die am 31. März 2011 schließen muss - 15 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Auch in Bonn macht Wehmeyer seine Filiale im "Postcarré" am Münsterplatz dicht - schon zum 15. Februar.

Laut dem Geschäftsführenden Gesellschafter Rajive Ranjan konnte sich das Unternehmen nicht mit den Eigentümern der Immobilien über neue Mietverträge einigen. Das Haus in Bonn gehört C&F Reit Assetmanagement, die Filiale in Remscheid befindet sich im "Allee-Center" der Hamburger ECE Projektmanagement.

In Remscheid erklärte Center-Managerin Christine Matlage, entscheidend für das Scheitern der Gespräche sei nicht die Höhe der Miete, sondern die konzeptionelle Ausrichtung des Modehauses. Die ECE hätte sich schließlich für einen anderen Mieter entschieden, der "besser in das Center passt", sagte sie zur Zeitung "Rheinische Post".

Besitzer verspricht Neueröffnungen im nächsten Jahr

Wehmeyer, die ehemalige Tochter des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, hatte 2008 Insolvenz angemeldet und wurde daraufhin von dem am Niederrhein ansässigen Investor Rajive Ranjan übernommen.

Nach einer Rosskur mit vielen Filialschließungen, bedingt durch die Insolvenz, betreibt Wehmeyer heute noch 23 Läden in Deutschland (einschließlich der Standorte in Bonn und Remscheid). Bereits im ersten Halbjahr 2011 will der Besitzer die Eröffnung neuer Läden ankündigen.