Der Wirtschaftsminister spricht vom "Aufschwung XL", die Beschäftigtenzahlen klettern auf Rekordniveau. Und nun prognostiziert eine Umfrage dem Handel ein traumhaftes Weihnachtsgeschäft.

Alle Zeichen stehen auf Aufschwung: Das Statistische Bundesamt vermeldet im zweiten Quartal dieses Jahres ein Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres. Der Präsident des Deutsche Industrie und Handelskammertags (DIHK) klagt bereits wieder über einen Fachkräftemangel.

Gute Aussichten auch für den Einzelhandel, an dem die Wirtschaftskrise ohnehin relativ spurlos vorbeigezogen ist. Die deutsche Handelsbranche kann sich nun auf das beste Weihnachtsgeschäft seit 2006 einstellen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Messe Frankfurt.

Ein Plus von 1,4 Milliarden Euro

Ein Umsatzplus von rund 1,4 Milliarden Euro kann sich der Handel laut Forsa im diesjährigen Weihnachtsgeschäft erhoffen. Zwölf Prozent der Deutschen gaben an, Weihnachten 2010 mehr Geld ausgeben zu wollen. Im Durchschnitt planen sie rund 15 Prozent höhere Ausgaben ein, so Forsa.

Bezogen auf die Gesamtbevölkerung bedeutet dies, dass sich der Handel aus heutiger Sicht auf ein Umsatzplus von rund zwei Prozent vorbereiten kann. Auf Basis des Vorjahresvolumen des Weihnachtsgeschäftes, das laut bisherigen Berechnungen des Handelsverband Deutschland (HDE) bei 73 Milliarden Euro lag, ergibt sich ein Umsatzanstieg von 1,43 Milliarden Euro.

Die Umfrage wurde von der Messegesellschaft Frankfurt im Vorfeld der Konsumgütermesse Tendence in Auftrag gegeben, die am Freitag dieser Woche beginnt. Sie gliedert sich in die beiden Fachmessen "Giving" und "Living". Während "Giving" die  Welt der kreativen Geschenkideen abbildet, ist "Living" die Plattform für Wohnen und Design.