Laut Bundesbank ist der Umlauf von Falschgeld im vergangenen Jahr in Deutschland gesunken, im gesamten Euro-Raum stieg die Anzahl der sichergestellten Blüten allerdings deutlich.

Die Bundesbank hat im Jahr 2013 rund 39.000 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von 2,1 Millionen Euro registriert. Damit sank die Zahl der Fälschungen gegenüber dem Vorjahr (41.500) um 6 Prozent. Rein rechnerisch entfielen 2013 fünf falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner.

Insbesondere die Fälschungen der 20-Euro- und der 200-Euro-Note waren im vergangenen Jahr rückläufig, teilt die Zentralbank mit. Bei den 10-Euro-Banknoten musste dagegen ein deutlicher Anstieg verzeichnet werden. Insgesamt blieb die 20-Euro-Note auch 2013 die in Deutschland am häufigsten verbreitete "Blüte".

Mehr falsche Banknoten im Euroraum

Während in Deutschland weniger Falschgeld registriert wurde, ist das Falschgeldaufkommen von Euro-Banknoten europaweit gestiegen. Im Jahr 2013 wurden rund 670.000 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von 32,8 Millionen Euro aus dem Umlauf genommen. Das waren 26 Prozent mehr als im Jahr 2012. Gemessen an der Gesamtzahl von über 15 Milliarden Euro-Banknoten im Umlauf ist der Anteil der gefälschter Noten aber weiterhin sehr gering. Fast alle "Blüten" wurden im Euro-Raum gefunden, so die Bundesbank.

Mehr als drei Viertel der Fälschungen waren 20-Euro- und 50-Euro-Banknoten. Nicht nur in Deutschland, auch insgesamt ist der 20er der am meisten gefälschte Euro-Schein: Sein Anteil an allen Fälschungen lag bei rund 43 Prozent. Der Anteil der gefälschten 50-Euro-Banknoten lag europaweit bei etwa 35 Prozent.

Neue Euro-Scheine sollen mehr Sicherheit bringen

Im Mai 2013 hat das Eurosystem damit begonnen, eine zweite Euro-Banknotenserie einzuführen. Die Banknoten der sogenannten Europa-Serie werden gestaffelt über mehrere Jahre hinweg ausgegeben: Nach der 5-Euro-Banknote im Mai 2023 geht ab September 2014 nun auch die 10-Euro-Banknote in Umlauf.

"Mit der Einführung der neuen 10-Euro-Banknote der Europa-Serie am 23. September 2014 wird der Schutz vor Fälschungen weiter erhöht", sagte Carl-Ludwig Thiele, im Vorstand der Bundesbank für Bargeld zuständig. Die Sicherheitsmerkmale der Euro-Banknoten wurden in den vergangenen Jahren mit der fortschreitenden technologischen Entwicklung verbessert. Dank der drei neuen Merkmale - dem Porträt-Wasserzeichen, dem Porträt-Hologramm und der Smaragdzahl - sind die Geldscheine der neuen Euro-Serie noch sicherer.

Anzahl der falschen Münzen nahezu unverändert

Im Jahr 2013 wurden in Deutschland zudem rund 52.000 falsche Münzen sichergestellt. Im Vorjahr lag das Aufkommen auf dem gleichen Niveau. Damit entfielen in Deutschland zuletzt pro Jahr etwa sechs falsche Münzen auf 10.000 Einwohner. Die Fälschungen traten ausschließlich bei den drei höchsten Stückelungen, den 2-Euro-, 1-Euro- und 50-Cent-Münzen, auf.

Im Gegensatz zu Deutschland erhöhte sich das Jahresaufkommen gefälschter Münzen europaweit um 17 Prozent. Insgesamt wurden 134.000 gefälschte Euro-Münzen erfasst.