Der Fleischverarbeiter Westfleisch veröffentlicht erstmals den Kohlendioxid-Verbrauch für seine gesamte Schweinefleischproduktion. In den nächsten Jahren sollen die Werte für Kalbs- und Rindfleisch folgen.

In ihrem Nachhaltigkeitsbericht für 2009 führt die Genossenschaft mit Sitz in Münster zahlreiche Daten über ihren eigenen Betrieb zu den Themen Umweltschutz, Klimaschutz und Mitarbeiterführung auf. Das teilte Westfleisch am heutigen Freitag mit.

Damit ist der Konzern nach eigenen Angaben der erste deutsche Fleischvermarkter, der einen überprüfbaren Nachhaltigkeitsbericht nach internationalen Standards (GRI) vorlegt.

Laut dem Bericht produziert Westfleisch pro verarbeitetem Kilo Schweinefleisch 3,2 Kilo Kohlenstoffdioxid. Das entspreche ungefähr einer 20 Kilometer langen Autofahrt mit einem Mittelklassewagen. Bisher beschränken sich die CO2-Angaben noch auf die Produktion von Schweinefleisch und -wurst. Angaben zu Rind und Kalb sollen folgen, sie machen nach Firmenangaben 20 Prozent der Produktion aus.

Daten für Rind- und Kalbfleisch sollen folgen

Mit dem Bericht wolle der Fleischverarbeiter einen Beitrag für die Nachhaltigkeit in Deutschland leisten und sich auch auf Kundenanfragen vorbereiten, sagte der Pressesprecher von Westfleisch, Meinhard Born, der Nachrichtenagentur dpa.

"Noch ist es nicht so weit. Aber in der Zukunft werden uns Kunden vielleicht fragen, wieviel CO2 ihr Schnitzel denn produziert hat. Deshalb wollen wir uns wappnen." Ein Ziel der Genossenschaft in den nächsten Jahren sei es daher, einen sogenannten CO2-Fußabdruck ("carbon footprint") auch für Rinder- und Kalbfleisch zu erstellen.